UMLOG: rss .2 • ...und - was damit anfangen ?
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rss .2 • ...und - was damit anfangen ?

RSS-Feeds bieten also, wie in Teil 1 beschrieben, die Möglichkeit, automatisierte Aktualisierungen abonnierter Websites, die neuesten Ergebnisse zu unseren Suchanfragen und die Entwicklung der Kommunikation in einem Weblog oder in einem Forum zu verfolgen, ohne dafür eigens die Adresse aufrufen zu müssen. Ausserdem verhelfen sie uns zu neuen Folgen unserer Lieblings-Podcasts, die automatisch in unser Audio- bzw. Videoprogramm, oder unseren MP3-Player geladen werden können. Wie aber nutzt man sie?

Im zweiten Teil wird beschrieben ist, wo man RSS-Links findet, worum es sich dabei handelt, und wie man sie in seinem Browser zum Leben erweckt.

zu Teil 1 • What - da Fuck - is it ?
zu Teil 3 • ...die mächtige Nachrichtenmaschine
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...und - was damit anfangen ?


Der Abo-Button
Ein abonnierbarer RSS-Feed ist zunächst nichts anderes als ein Web-Link, dessen Dateiendung jedoch nicht '.html', oder '.htm' lautet, sondern u.A. '.xml', '.rdf' oder '.rss'. Dahinter verbergen sich verschiedene Dateiformate, die sich für eine so genannte maschinelle Weiterverarbeitung eignen.

Damit die so verlinkte, im Rohzustand jedoch kaum lesbare, Textdatei für den Nutzer verwendbar wird, wird dieser RSS-Feed-Link nicht einfach angeklickt, sondern in ein entsprechendes Leseprogramm eingegeben. Diesen Vorgang nennt man abonnieren. (Es gibt Möglichkeiten des automatischen Abonnements durch einfaches Anklicken - etwa im Firefox-Browser - doch dazu später...)

Finden lässt sich so ein Abo-Link in der Regel an prominenter Stelle einer Website, also RSS-Button auf einer entsprechende Übersichtsseite, (wie im UMLOG), oder direkt auf der Startseite mit einem inzwischen weit verbreiteten, orangefarbenen RSS-Button in der Nähe, der sich in manchen Browsern auch automatisch und anklickbar in der Adresszeile zeigt, sobald eine Webadresse ein Abonnement ihrer Inhalte anbietet.

Was Seitenbetreiber im Rahmen ihrer RSS-Feeds anbieten, ist sehr verschieden. Es gibt den einfachen Index, der sämtliche Artikel einer Webseite erfasst, es gibt aber auch spezielle Feeds, die nur die Artikel einzelner Ressorts beinhalten. Das ist häufig bei Zeitungen der Fall. So bietet z.B. die "Süddeutsche Zeitung" auf ihrer RSS-Übersichtsseite Einzel-Abonnements der Ressorts 'Politik', 'Sport' oder 'Kultur' usw. an.

Ebenso unterscheidet sich der mit einem RSS-Feed gelieferte Inhalt, d.h. das, was eine Website im Rahmen ihrer Indizierung beim Leseprogramm des Abonnenten abliefert. Webseitenbetreiber, die fürchten, durch Nutzer von sogenannten externen Newsreadern, (dazu mehr in Teil 3), zuviele Klicks auf ihre originäre Domain - und damit wohl zuviel Kohle der Werbewirtschaft - zu verlieren, neigen dazu, lediglich Artikelüberschriften anzubieten. Einen solchen Stümmel-Feed bietet z.B. das ehemalige Nachrichtenmagazin bei "Spiegel Online". Das ist für den Abonnenten natürlich wenig informativ, und es verleitet den Autor zu möglichst reisserischen Überschriften, da diese dazu dienen müssen, einen Leser zum Besuch der Ursprungsseite zu animieren.

Schon informativer sind Indizierungen, die neben der Überschrift eines Artikels auch "Teaser" enthalten. Die bezogenen Inhalte brechen hierbei zumeist irgendwo nach den ersten 200+ Zeichen ab. Will man weiterlesen, findet man darunter einen weiterführenden Link zur Originalveröffentlichung. Ein Beispiel eines solchen Feeds findet man u.A. bei der "Riesenmaschine", einem, 2006 mit dem Grimmepreis ausgezeichneten Mainstream-Weblog der "Zentralen Intelligenz Agentur". Die Motivation der Betreiber, die Information nach einigen Sätzen abbrechen zu lassen, dürfte dabei ähnlich sein wie im vorigen Fall.

Die nutzerfreundlichsten Feeds sind zweifellos die, die den kompletten Inhalt eines Beitrages zum jeweiligen Feedreader schicken, also auch in einen Text eingebundene weiterführende Links, Fotos, bzw. Audio- oder Videostreams. In diesem Fall lässt sich für den Nutzer der gesamte Artikel im Vorschaufenster eines Leseprogramms nutzen, ohne dass auf die Ursprungsseite gewechselt werden muss. Lediglich auf das Layout der abonnierten Seite muss dabei verzichtet werden, was häufig aber ein so grosser Verlust nicht ist... Einen solchen kompletten Feed findet man auch für das UMLOG als Ganzes sowie für einzelne Themenbereiche.

Womit ein Nutzer am zufriendensten ist, hängt im Endeffekt davon ab, was sein Leseprogramm verarbeiten kann. Womit wir bei den verschiedenen technischen Möglichkeiten angekommen sind, RSS-Feeds zu abonnieren.

Der lebende Browser
Die einfachste Methode, einen News-Feed zu abonnieren, bieten die meisten der modernen Browser, bei denen die RSS-Verarbeitung bereits integriert ist. Nachfolgend wird beschrieben, wie Webseiten-Abos mit Firefox korrespondieren. Nutzer von Safari, (ab Version 2.0), oder des fürchterlichen Internet-Explorers etc.pp. mögen sich mit den entsprechenden Hilfe-Themen ihres Browsers auseinandersetzen.

Firefox reagiert bei einem Klick auf einen Abo-Link automatisch, indem er versucht, den ausgewählten RSS-Feed irgendwo zu abonnieren. In der aktuellen Version, (Firefox 2.0), Screenshot wird zu diesem Zweck in den Browser-Einstellungen unter dem Punkt 'Feeds' festgelegt, wo das Abonnement angelegt werden soll. Das kann eine externe Anwendung sein, etwa ein 'Newsreader', (Beschreibung in Teil 3), oder die voreingestellte Funktion 'dynamische Lesezeichen'. Hierbei wird, nach Anklicken eines RSS-Links, der normale Firefox-Lesezeichendialog aufgerufen und bestimmt, in welchem Lesezeichenordner sich das anzulegende 'dynamische Lesezeichen' zukünftig befinden soll. Für den schnellen Zugriff auf ein Webseiten-Abo bietet sich hierfür der Odner 'Lesezeichen-Symbolleiste' an.

Ist dieser Vorgang, der nicht länger dauert, als ein normales Lesezeichen anzulegen, ausgeführt, erscheint das 'dynamische Lesezeichen' umgehend als Aufklappmenü in der 'Lesezeichen-Symbolleiste', oberhalb des Browser-Hauptfensters. Hierin finden sich nun die Überschriften der letzten Artikel eines Abos jeweils als direkter Link zur Originalquelle.

Diese platzsparende browserinterne Möglichkeit zum Webseiten-Abonnement, die ohne jedes zusätzliche Programm auskommt, bietet allerdings nur Rudimentärinformationen - eben nur die verlinkten Überschriften der lezten Artikel einer Webseite.

Für Nutzer, die lediglich die letzten vom Zaun gebrochenen Kriege, die aktuellen Ergebnisse der Liga, oder die aktuellsten Katastrophen im Auge behalten wollen, und deren Interesse hauptsächlich dem Abonnement von BBC-News, der Tagesschau oder des ZDF gilt, ist das praktikabel.

Für alle, die Inhalte beziehen wollen, die über reine Nachrichten hinausgehen, ist diese eingebaute Abo-Funktion eines Webbrowsers zu wenig.* Sie sollten sich die kleine Mühe machen, einen externen Newsreader zu installieren, der in einigen Fällen sogar einen eigenen, integrierten Webbrowser zur Verfügung stellt.

* Firefox kann selber auch zu einem kompletten Newsreader erweitert werden, hierzu ist die Installation eines entsprechenden 'Add-on' notwendig, etwa des Wizz RSS News Readers, den man, nebst vieler weiterer Lösungen, auf den Add-on-Seiten von Firefox findet. Es sollte aber bedacht werden, dass der ohnehin mächtige und manchmal etwas langsame Browser durch Anfüttern mit umfangreichen Add-ons nicht unbedingt handlicher wird.

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tags: RSS, Feeds, Newsreader, Internet

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Rubrik: 05 - NETZ & RECHNER
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