rss .3 ...die mächtige nachrichtenmaschine
Wer bereit ist, sein Internet-Nutzungsverhalten auf die Möglichkeiten umzustellen, die die RSS-Technologie bietet, und den ganzen Mehrwert von Web-Abonnements mitnehmen möchte, sollte sich auf die Suche nach einem passenden Programm machen. Das kann ein Email-Programm sein, das in der Lage ist, neben Emails auch News-Feeds zu verwalten, wie z.B. der Mozilla-Thunderbird, oder ein sogenannter Newsreader, von denen es für alle Betriebssysteme kostenlose, aber voll funktionstüchtige Angebote gibt.
Im dritten Teil geht es um solche Newsreader - und den Umgang mit den nach ihrer Installation anrollenden Informationen.
• zu Teil 1 • What - da Fuck! - is it ?
• zu Teil 2 • ...und - was damit anfangen ?
• zur RSS-Linkliste "Starterkit"
...die mächtige Nachrichtenmaschine
Feed me!
Ein Newsreader-Programm hat man sich zunächst als spezialisierten Webbrowser vorzustellen, der zumeist um einige browserspezifische Funktionen abgespeckt wurde, dafür aber eine mehr oder weniger bequeme Verwaltung zahlloser RSS-Feeds bietet. Wie sieht sowas aus?
Das typische Newsreader-Fenster ist dreigeteilt. In einer linken Spalte findet man eine Liste seiner Web-Abos, die dort je nach Bedarf angeordnet und in thematische Unterordner abgelegt werden können. Nebenan, im Zentralfenster, erscheint häufig oben eine Liste aller neuen, bzw. ungelesenen Nachrichten jener Quelle, die man zuvor links ausgewählt hat, und unterhalb dieser Nachrichtenübersicht bieten die meisten Newsreader einen eigenen Vorschaubereich, der den Inhalt der oben angeklickten Nachricht anzeigt. Dieses Vorschaufenster zeigt, wie in Teil 2 beschrieben, entweder nichts, (wenn der Feed nur Headlines anbietet), einen kurzen Teaser bei Feeds mit Zusammenfassungen, oder den gesamten Artikeltext eines Abonnements, mit allen Fotos, Videos und Links.
Bei Notwendigkeit - etwa zum Lesen eines Artikels für den nur Überschriften übermittelt worden sind, lässt sich in Newsreadern mit eingebautem Webbrowser - durch Doppelklick auf eine ausgewählte Nachricht - zudem im gleichen Hauptfenster die ganze Original-HTML-Webseite mit dem entsprechenden inhalt aufrufen. (Weniger umfangreiche Programme, ohne eigenen Browser, öffnen nach einem Doppelklick stattdessen die Zieladresse im eingestellten Standard-Webbrowser.)
Alle Newsreader-Programme zeigen auf den ersten Blick, ob und wieviele neue Artikel einer Webseite vorliegen, und sie lassen sich so einstellen, dass entweder regelmässige automatische Aktualisierungen im Hintergrund ablaufen, oder dass Feeds nur nach einer manuellen Anweisung aktualisiert werden. Darüberhinaus bieten viele Newsreader weitere Funktionen, wie z.B. intelligente Ordner, die nach zuvor festgelegten Kriterien eingehende Nachrichten durchsuchen, um die entsprechenden Quellen in einem eigenen Odner anzuzeigen, oder aber die Möglichkeit, Abo-Listen mit anderen auszutauschen.
Will man eine Webseite regelmässig beziehen, muss man in jedem Newsreader ein neues Abonnement anlegen, indem man im dazu genutzten Dialogfenster den zuvor auf einer Webseite kopierten RSS-Link an entsprechender Stelle eingibt. (Die meisten Newsreader erledigen das Einsetzen eines kopierten Links automatisch aus dem Zwischenspeicher, sobald man das Dialogfenster öffnet.) Der Newsreader wird daraufhin das neue Abonnement im zuvor ausgewählten Themenodner anlegen, ein erstes Mal die zugehörigen Informationen abrufen und die vorhandenen Nachrichten im Hauptfenster anzeigen. (Noch einfacher gestaltet sich das Abonnieren von Feeds, wenn man Firefox nutzt, und in den Voreinstellungen, wie in Teil 2 dargestellt, den Newsreader anstelle der 'dynamischen Lesezeichen' auswählt. Firefox übernimmt dann alles Weitere, d.h. der Browser öffnet selbsttätig den Newsreader, abonniert dort den angeklickten RSS-Feed, und legt das neue Abo im zuletzt benutzten Themenordner ab.)
Alle Features und Möglichkeiten eines modernen Newsreaders aufzuführen, führte hier zu weit. Zuviele verschiedene Programme stehen zur Verfügung, zuviele spezielle Lösungen für gleiche Aufgaben werden angeboten. Alle bisher ausprobierten Programme waren aber ziemlich selbsterklärend und in weniger als einer Stunde soweit zu beherrschen, dass man gut mit ihnen arbeiten konnte. Die wesentlichen Funktionen wie neues Abonnement anlegen; neuen Odner anlegen; eine Nachricht als gelesen markieren; alle Nachrichten als gelesen markieren; Abonnements aktualisieren etc., sind ohnehin fast überall identisch. Wer sich unsicher fühlt, sollte aber vielleicht schon beim Download eines Programmes darauf achten, dass eine entsprechende Dokumentation dabei ist, was durchaus nicht in jedem Paket gewährleistet ist.
Eine Linkliste zu den populärsten -zumeist kostenlosen - Newsreadern findet sich im Starterkit, das diesem Artikel angehängt ist.
Schwimmen lernen
Welche Erfahrungen macht man, wenn man gelernt hat, mit dynamischen Webinhalten zu arbeiten, und den ersten Querschnitt von Nachrichtenanbietern, Weblogs und Periodika abonniert hat? Zunächst einmal sind Geschwindigkeit und Umfang der Informationen, die einem das Datennetz ab sofort jederzeit in den eigenen Rechner spült, überwältigend.
Und sobald Aussergewöhnliches passiert, bemerkt man, dass man viele Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln vorliegen hat, bevor auch nur der erste Nachrichtenkanal im Fernsehen einige von ihnen in seine stündlichen News aufnimmt. So erging es mir mit der explodierenden Tube in London oder mit dem Untergang New Orleans'. Schnell stellt man auch fest, dass die Mitteilungen, die man im Newsreader findet - immer abhängig von den abonnierten Quellen - oft viel weitergehender sind, als das, was durch normale Medien vermittelt wird.
Es gab, während "Kathrina", Blogs, die noch Texte aus "NOLA" sendeten, als ringsum längst Chaos ausgebrochen war. Die eskaliernde Situation im Superdome und die massive Ignoranz staatlicher Stellen Nöten der Community gegenüber, waren dort Thema, als die grossen News-Channels noch gar nicht begriffen hatten, was abging.
Entdeckt hatte ich das erste "Kathrina-Blog" durch eine kleine Randnotiz in einer deutschen Zeitung, die aus ihm zitierte. Nachdem ich es per RSS abonniert hatte, stiess ich dort in Artikeln auf weitere Quellen, die schliesslich zusammen ein dichtes Gesamtbild vermittelten. Auf diese Weise lernte ich, dass auch die später in D-Land publizierten Artikel zunächst kaum über andere Quellen verfügten, als ich mit meinem Newsreader. Die Unmittelbarkeit schuf ein Gefühl der Unabhängigkeit einzelnen Medien gegenüber. Ganz abgesehen davon, dass vorliegende lokale Quellen und berichtende Betroffene auch andere emotionale Reaktionen auslösen, als die vielfach vorgefilterten Nachrichtenschnipsel, die im Hypemodus schliesslich unter das Volk geworfen werden.
London, New Orleans, oder zuletzt, der G8-Gipfel in "Holy-Damn-It" waren Momente, in denen ich von der Dynamik der, teilweise im Minutenrhytmus eintrudelnden, Informationen mitgerissen wurde, und kaum noch zu Anderem kam. Das ist auch in Ordnung. Anlässlich bestimmter Ereignisse.
Alltags spült einen die schiere Flut an Informationen anfangs jedoch weg, wenn der Newsreader mal wieder 2.798 neue abonnierte Nachrichten annonciert. Es ist, als ob man zum ersten Mal eine wirkliche Ahnung davon bekommt, welche ungeheure Menge an sich ständig verändernden Informationen im Netz vorhanden ist, obwohl man noch immer, auch bei 250+ abonnierten Feeds, nur einen sehr, sehr kleinen Ausschnitt davon sieht. Es ist, als ob im eigenen Rechner Dämme gebrochen sind.
Dann muss man schwimmen lernen. Man muss News ignorieren lernen, öfter mal alle Nachrichten einfach als gelesen markieren und Feeds, die wenig eigenständige Meldungen veröffentlichen, oder durch schlechte Handhabung nerven, einfach wieder rausschmeissen. So stehen bei mir derzeit die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Allgemeine auf der Abschussliste, weil der Aufruf ihrer Meldungen neuerdings mit enervierenden Werbe-Popups einhergeht, die sich in meinem Newsreader leider nicht richtig blocken lassen. So what? Für jedes eliminierte Abonnement warten draussen zwanzig neue, die es lohnen.
Nach einer Weile pegelt man sich dann ein. Man konzentriert sich auf Feeds, die man täglich checkt - (eine kleine Sammlung davon findet sich im Starterkit) - man liebt die Blogs und Publikationen, die einen immer dann mit Lesestoff und Hintergrundartikeln versorgen, wenn man früher gelangweilt in alten Zeitungen geblättert, oder mal wieder erfolglos die drei Hauptbookmarks nach Neuem abgeklappert hat, und man pflegt die Adressen, die einen zuverlässig, aber eher beiläufig mit Informationen aus dem eigenen Spezialgebiet versorgen.
Nach einigen Jahren der Anwendung bleibt festzustellen, dass sich mein Internet-Nutzungsverhalten drastisch verändert hat. Die meiste Zeit im Netz verbringe ich inzwischen mit meinem Newsreader (Vienna), auch wenn ich durch interessante Verlinkungen mal wieder in einen klassischen "Surf-Modus" gerate. Firefox benutze ich fast nur noch, wenn ich selber publiziere, oder ganz gezielt eine Seite ansteuere, für die ich die umfangreicheren Funktionen des Mozilla-Browsers benötige.
Erst seit Nutzung des Newsreaders habe ich eine ungefähre Vorstellung davon, was im World Wide Web tatsächlich los ist. Die Entdeckung von Newsfeeds war, wenn man so will, ein ganz persönliches "Web 2.0", und das, womit ich inzwischen täglich umgehe, ist kein buntes Programm, kein schlaues Handbuch, sondern die gigantischste und mächtigste Nachrichtenmaschine aller Zeiten.
-Schluss-
• zum "Starterkit"
Kostenlose Newsreader, 25 Abonnementempfehlungen, weiterführende Links zu RSS
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• zu den UMLOG RSS-Newsfeeds
tags: RSS, Feeds, Newsreader, Internet
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Ein Newsreader-Programm hat man sich zunächst als spezialisierten Webbrowser vorzustellen, der zumeist um einige browserspezifische Funktionen abgespeckt wurde, dafür aber eine mehr oder weniger bequeme Verwaltung zahlloser RSS-Feeds bietet. Wie sieht sowas aus?
Bei Notwendigkeit - etwa zum Lesen eines Artikels für den nur Überschriften übermittelt worden sind, lässt sich in Newsreadern mit eingebautem Webbrowser - durch Doppelklick auf eine ausgewählte Nachricht - zudem im gleichen Hauptfenster die ganze Original-HTML-Webseite mit dem entsprechenden inhalt aufrufen. (Weniger umfangreiche Programme, ohne eigenen Browser, öffnen nach einem Doppelklick stattdessen die Zieladresse im eingestellten Standard-Webbrowser.)
Alle Newsreader-Programme zeigen auf den ersten Blick, ob und wieviele neue Artikel einer Webseite vorliegen, und sie lassen sich so einstellen, dass entweder regelmässige automatische Aktualisierungen im Hintergrund ablaufen, oder dass Feeds nur nach einer manuellen Anweisung aktualisiert werden. Darüberhinaus bieten viele Newsreader weitere Funktionen, wie z.B. intelligente Ordner, die nach zuvor festgelegten Kriterien eingehende Nachrichten durchsuchen, um die entsprechenden Quellen in einem eigenen Odner anzuzeigen, oder aber die Möglichkeit, Abo-Listen mit anderen auszutauschen.
Will man eine Webseite regelmässig beziehen, muss man in jedem Newsreader ein neues Abonnement anlegen, indem man im dazu genutzten Dialogfenster den zuvor auf einer Webseite kopierten RSS-Link an entsprechender Stelle eingibt. (Die meisten Newsreader erledigen das Einsetzen eines kopierten Links automatisch aus dem Zwischenspeicher, sobald man das Dialogfenster öffnet.) Der Newsreader wird daraufhin das neue Abonnement im zuvor ausgewählten Themenodner anlegen, ein erstes Mal die zugehörigen Informationen abrufen und die vorhandenen Nachrichten im Hauptfenster anzeigen. (Noch einfacher gestaltet sich das Abonnieren von Feeds, wenn man Firefox nutzt, und in den Voreinstellungen, wie in Teil 2 dargestellt, den Newsreader anstelle der 'dynamischen Lesezeichen' auswählt. Firefox übernimmt dann alles Weitere, d.h. der Browser öffnet selbsttätig den Newsreader, abonniert dort den angeklickten RSS-Feed, und legt das neue Abo im zuletzt benutzten Themenordner ab.)
Alle Features und Möglichkeiten eines modernen Newsreaders aufzuführen, führte hier zu weit. Zuviele verschiedene Programme stehen zur Verfügung, zuviele spezielle Lösungen für gleiche Aufgaben werden angeboten. Alle bisher ausprobierten Programme waren aber ziemlich selbsterklärend und in weniger als einer Stunde soweit zu beherrschen, dass man gut mit ihnen arbeiten konnte. Die wesentlichen Funktionen wie neues Abonnement anlegen; neuen Odner anlegen; eine Nachricht als gelesen markieren; alle Nachrichten als gelesen markieren; Abonnements aktualisieren etc., sind ohnehin fast überall identisch. Wer sich unsicher fühlt, sollte aber vielleicht schon beim Download eines Programmes darauf achten, dass eine entsprechende Dokumentation dabei ist, was durchaus nicht in jedem Paket gewährleistet ist.
Eine Linkliste zu den populärsten -zumeist kostenlosen - Newsreadern findet sich im Starterkit, das diesem Artikel angehängt ist.
Schwimmen lernen
Welche Erfahrungen macht man, wenn man gelernt hat, mit dynamischen Webinhalten zu arbeiten, und den ersten Querschnitt von Nachrichtenanbietern, Weblogs und Periodika abonniert hat? Zunächst einmal sind Geschwindigkeit und Umfang der Informationen, die einem das Datennetz ab sofort jederzeit in den eigenen Rechner spült, überwältigend.
Und sobald Aussergewöhnliches passiert, bemerkt man, dass man viele Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln vorliegen hat, bevor auch nur der erste Nachrichtenkanal im Fernsehen einige von ihnen in seine stündlichen News aufnimmt. So erging es mir mit der explodierenden Tube in London oder mit dem Untergang New Orleans'. Schnell stellt man auch fest, dass die Mitteilungen, die man im Newsreader findet - immer abhängig von den abonnierten Quellen - oft viel weitergehender sind, als das, was durch normale Medien vermittelt wird.
Es gab, während "Kathrina", Blogs, die noch Texte aus "NOLA" sendeten, als ringsum längst Chaos ausgebrochen war. Die eskaliernde Situation im Superdome und die massive Ignoranz staatlicher Stellen Nöten der Community gegenüber, waren dort Thema, als die grossen News-Channels noch gar nicht begriffen hatten, was abging.
Entdeckt hatte ich das erste "Kathrina-Blog" durch eine kleine Randnotiz in einer deutschen Zeitung, die aus ihm zitierte. Nachdem ich es per RSS abonniert hatte, stiess ich dort in Artikeln auf weitere Quellen, die schliesslich zusammen ein dichtes Gesamtbild vermittelten. Auf diese Weise lernte ich, dass auch die später in D-Land publizierten Artikel zunächst kaum über andere Quellen verfügten, als ich mit meinem Newsreader. Die Unmittelbarkeit schuf ein Gefühl der Unabhängigkeit einzelnen Medien gegenüber. Ganz abgesehen davon, dass vorliegende lokale Quellen und berichtende Betroffene auch andere emotionale Reaktionen auslösen, als die vielfach vorgefilterten Nachrichtenschnipsel, die im Hypemodus schliesslich unter das Volk geworfen werden.
London, New Orleans, oder zuletzt, der G8-Gipfel in "Holy-Damn-It" waren Momente, in denen ich von der Dynamik der, teilweise im Minutenrhytmus eintrudelnden, Informationen mitgerissen wurde, und kaum noch zu Anderem kam. Das ist auch in Ordnung. Anlässlich bestimmter Ereignisse.
Alltags spült einen die schiere Flut an Informationen anfangs jedoch weg, wenn der Newsreader mal wieder 2.798 neue abonnierte Nachrichten annonciert. Es ist, als ob man zum ersten Mal eine wirkliche Ahnung davon bekommt, welche ungeheure Menge an sich ständig verändernden Informationen im Netz vorhanden ist, obwohl man noch immer, auch bei 250+ abonnierten Feeds, nur einen sehr, sehr kleinen Ausschnitt davon sieht. Es ist, als ob im eigenen Rechner Dämme gebrochen sind.
Dann muss man schwimmen lernen. Man muss News ignorieren lernen, öfter mal alle Nachrichten einfach als gelesen markieren und Feeds, die wenig eigenständige Meldungen veröffentlichen, oder durch schlechte Handhabung nerven, einfach wieder rausschmeissen. So stehen bei mir derzeit die Frankfurter Rundschau und die Frankfurter Allgemeine auf der Abschussliste, weil der Aufruf ihrer Meldungen neuerdings mit enervierenden Werbe-Popups einhergeht, die sich in meinem Newsreader leider nicht richtig blocken lassen. So what? Für jedes eliminierte Abonnement warten draussen zwanzig neue, die es lohnen.
Nach einer Weile pegelt man sich dann ein. Man konzentriert sich auf Feeds, die man täglich checkt - (eine kleine Sammlung davon findet sich im Starterkit) - man liebt die Blogs und Publikationen, die einen immer dann mit Lesestoff und Hintergrundartikeln versorgen, wenn man früher gelangweilt in alten Zeitungen geblättert, oder mal wieder erfolglos die drei Hauptbookmarks nach Neuem abgeklappert hat, und man pflegt die Adressen, die einen zuverlässig, aber eher beiläufig mit Informationen aus dem eigenen Spezialgebiet versorgen.
Nach einigen Jahren der Anwendung bleibt festzustellen, dass sich mein Internet-Nutzungsverhalten drastisch verändert hat. Die meiste Zeit im Netz verbringe ich inzwischen mit meinem Newsreader (Vienna), auch wenn ich durch interessante Verlinkungen mal wieder in einen klassischen "Surf-Modus" gerate. Firefox benutze ich fast nur noch, wenn ich selber publiziere, oder ganz gezielt eine Seite ansteuere, für die ich die umfangreicheren Funktionen des Mozilla-Browsers benötige.
Erst seit Nutzung des Newsreaders habe ich eine ungefähre Vorstellung davon, was im World Wide Web tatsächlich los ist. Die Entdeckung von Newsfeeds war, wenn man so will, ein ganz persönliches "Web 2.0", und das, womit ich inzwischen täglich umgehe, ist kein buntes Programm, kein schlaues Handbuch, sondern die gigantischste und mächtigste Nachrichtenmaschine aller Zeiten.
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tags: RSS, Feeds, Newsreader, Internet
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Rubrik: 05 - NETZ & RECHNER
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um3000 - 2007/09/07 15:23
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