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    <title>UMLOG : Rubrik:03 - LÜGEN &amp; WAHN</title>
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    <title>UMLOG</title>
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  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5969847/">
    <title>MATSCHIE. WENN EIN NAME PROGRAMM IST</title>
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    <description>Da sitzt er gerade. Der Matschie. Und gibt den wirren Zwilling dieses Skihasen-Maniacs Dieter Althaus, der vor Kurzem den Amts-Jojo machte. Dieser Matschie sitzt also in seiner Pressekonferenz und erklärt bei PHOENIX, warum eine Koalition mit der CDU in Thüringen die meisten sozialdemokratischen Inhalte wird durchsetzen können. Zuvor hat er gesagt, dass die Verhandlungen mit der LINKEN daran gescheitert seien, dass diese sich nicht auf den einfachen Satz &quot;Die SPD stellt den Ministerpräsidenten&quot; festlegen lassen wolle. Kein Wunder. Seit wann stellen Splitterparteien den Regierungschef? Die CDU wird ihn dann ja wohl jetzt wählen, oder? Dieser Matschie. Einfach köstlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spezialdemokraten machen einfach weiter wie bisher. Denen ist wirklich nicht mehr zu helfen. Die stehen doch in Wahrheit alle auf der Payroll der &lt;a href=&quot;http://www.titanic-magazin.de/newsticker.html&quot; title=&quot;Das endgültige Satiremagazin&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;TITANIC&lt;/a&gt;. Für die LINKE ist das gut. Sehr gut sogar. Vielleicht schade für das Bundesland Thüringen - gut für die Glaubwürdigkeit der Partei. Wie sollte schliesslich mit einem völlig durchgeknallten Matschie an der Seite etwas Gutes herauskommen können?</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-01T09:38:00Z</dc:date>
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    <title>AGENDA 2010 ERFOLGREICH</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5969028/</link>
    <description>Es ist vollbracht. Der grösste Raubzug der Geschichte steht vor seinem Abschluss, sein letztes Kapitel wird geschrieben. Pünktlich, wenige Monate vor dem Jahreswechsel, hat es geklappt. Die Mission &quot;Agenda 2010&quot;, mit der die neoliberale Clique die vollständige Plünderung des Volksvermögens durch die Reichen und die Begleichung der daraus entstehenden Schulden durch die Armen vorbereitet hat, kann jetzt durch die Klassenhass zum Programm machende Büttelpartei FDP und die Konservativen, bei denen einige für ihren abgewetzten Schafspelz schonmal Platz im Kleiderschrank geschaffen haben, rechtzeitig in eine &quot;Agenda 2020&quot; überführt werden - offen ist dabei noch, welches kapitalistische Role-Model sie für den griffigen Claim ihrer &quot;Reformen&quot; diesmal wählen. (Wie wäre es nach dem vorbestraften &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Hartz#Veruntreuung_von_Firmengeldern&quot; title=&quot;Wikipedia: Peter Hartz&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Peter Hartz&lt;/a&gt; mit &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Zumwinkel#Strafverfahren&quot; title=&quot;Wikipedia: Klaus Zumwinkel&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Zumwinkel V&lt;/a&gt;&quot;?) Ihr Komplize der letzten elf Jahre, die SPD, wurde geschreddert, nachdem diese bei drei Wahlen seit 1998 einen Grossteil ihrer Wähler verraten, den Sozialstaat geschliffen, die Privatisierung öffentlicher Aufgaben vorangetrieben und Deutschland wieder in weltweite Kriege geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Dienst der Spezialdemokraten an der herrschenden Klasse bestand 30 Minuten nach Bekanntgabe des schlimmsten SPD-Wahlergebnisses seit Aufhebung der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistengesetze&quot; title=&quot;Wikipedia: Sozialistengesetze&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Sozialistengesetze&lt;/a&gt; 1890 darin, mit Frank-Walter Steinmeier ausgerechnet denjenigen, der die &quot;Agenda 2010&quot; ausgeheckt hatte, via Selbsternennung im TV zum Fraktionschef zu machen, bevor sich eine gefühlte &quot;Volksfront&quot; der Oppositionsparteien überhaupt hätte sortieren können. Nachdem auch dies seit Dienstag ohne grosses Federlesen vollbracht ist, wird sich die Partei in den Orkus der Geschichte verabschieden können. Den an Realsatire grenzenden Satz ihres neuen Fraktionsvorsitzenden, eine Opposition müsse &quot;Tag und Nacht&quot; bereit sein &quot;jederzeit die Regierung zu übernehmen&quot;, wird die SPD gleich wieder vergessen können. Sie wird nicht mehr gebraucht, ihre - historische - Rolle als Exekutor gesellschaftlich eigentlich nicht durchsetzbarer Grausamkeiten ist erfüllt. Jetzt fahren die Aktionäre, Ärzte und Anwälte, Unternehmer, Militaristen, Bankster und Spekulanten die Ernte dessen ein, was ihre IM&apos;s in der SPD-Zentrale in den letzten Jahren gesät haben. Mit Frohsinn verabschieden sie ihre Erfüllungsgehilfen in die Bedeutungslosigkeit, und manche ihrer Speichellecker in den Redaktionen erdreisten sich sogar, den Trümmern der Sozialdemokratie nun - (natürlich erst nach der Wahl) - eine Lektion zu ihrer einzigen Machtperspektive - der linken - hinterherzurufen. So tritt man dem Mohr in die Eier. So wird das gemacht. So fühlt sich Triumph an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten die anderen - die, denen man (spätestens) nach den NRW-Wahlen im Mai nächsten Jahres, von ihren wenigen Kröten noch ein paar mehr wird wegnehmen müssen, um die verheerenden Schulden zu bezahlen, die für die, die ihre Beute längst weggeschleppt haben, gemacht werden mussten - sich darüber beschweren, wird man ihnen die demokratische Legitimation unter die Nase reiben, die solchem Handeln am Wahlsonntag vorgeblich verschafft wurde. In der Tat erschüttert die Blindheit, mit der viele Wähler die treudoofen Kälber gegeben haben, die ihre Schlächter selber wählen. Doch nur auf den ersten Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Wählerbashing verstellt man nur den scharfen Blick auf den Masterplan, mit dem Manipulationsbüros wie die &quot;Initiative neue soziale Marktwirtschaft&quot; (INSM), neoliberal gesteuerte Medien - private, wie öffentlich-rechtliche - und die Wirtschaft samt ihrer Institute seit vielen Jahren die jetzt entstandene Situation vorbereitet haben. Und weder das Ergebnis der FDP, noch jenes der Union können bei genauerer Betrachtung wirklich verwundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es in der BRD 15 Prozent asoziale Arschlöcher gibt, die aus einer vermeintlichen Gewinnerposition heraus ein sozialdarwinistisches Gesellschaftsmodell verinnerlicht haben, ist schliesslich keine Überraschung - nicht umsonst müssten nach einem irgendwann erfolgten Systemwechsel Kapazitäten zur Umerziehung und wohl auch einige Laternen für schnellere Massnahmen bereitgehalten werden. Und dass 25 Prozent der am Sonntag Wahlberechtigten darauf hoffen, mit einem schicksalsergebenen Voting für die C-Parteien auf der Siegerseite einigermassen glimpflich davonzukommen, scheint, angesichts jeder fehlenden wirklichen Machtalternative, auch verständlich - zumal sie einer Frau wie Merkel offenbar keine echten Grausamkeiten zutrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein - die Wähler sind nicht wirklich blöd, sieht man einmal von den in selbstgeschaffener und geschwätziger Wichtigkeit erblindeten Wählern der &quot;Piratenpartei&quot; ab, die, verschanzt hinter ihren Notebooks - den modernen Brettern vor dem Kopf - nichtmal erkannten, dass ihre bedeutungsschwere &quot;Yeah!&quot;-Kampagne nur deshalb medial gepusht wurde, weil ihre zwei Prozent der Machtübernahme durch die Arschlöcher hätten entgegenstehen können. (Es hätte auch so gereicht, aber nur sehr knapp. Und das konnte man ja auch nicht wissen. Aber zum Kindergarten der &quot;Piratenpartei&quot; braucht es ohnehin noch einen eigenen Artikel. In den nächsten Tagen. Vielleicht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst die neue Rekordzahl der Nichtwähler, immerhin fast jeder Dritte - keine Partei erreichte am Sonntag einen solchen Wert - kann nicht einfach mit Ignoranz oder schlichter Politikverdrossenheit erklärt werden. Warum fragt niemand danach, ob die hohe Zahl ehemaliger SPD-Wähler, die diesmal daheim geblieben sind, nicht auch etwas mit einem Wissen darum zu tun haben könnte, dass sich ihre gewählten Vertreter mit zunehmenden Privatisierungen öffentlicher Aufgaben selbst überflüssig gemacht haben? Einem Sozi, der seine Abgeordneten wählt, geht es eben auch darum, durch diesen Einfluss auf wesentliche Entscheidungen die Umstände seines konkreten Lebens betreffen, nehmen zu können. Wenn Verkehrs- und Energiesysteme, Gesundheitswesen, Wohnungsbau, Bildung und andere zentrale Aufgaben des sogenannten &quot;Gemeinwesens&quot; jedoch planmässig in die Verfügungsgewalt profitorientierter Privatunternehmen übergeben werden, wozu dann noch wählen? Wenn in einem Wahlkreis wie in Wuppertal-Elberfeld - in dem eine Nachwahl zur Kommunalwahl von August 2009 notwendig geworden war - die Beteiligung an dieser Nachwahl zehn Prozent unter jener der gleichzeitig stattfindenden Bundestagswahl liegt, (62 zu 51 %), dann zeugt das eben nicht von Ignoranz oder Bequemlichkeit, sondern von Differenzierung. In einer Stadt wie Wuppertal, deren Haushalt gesperrt ist, hat Kommunalpolitik bereits keine Gestaltungsspielräume mehr. Da kann man sich diesen Wahlvorgang auch einsparen - auch wenn man schonmal im Wahllokal ist und den Zettel in Händen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wählen werden zukünftig hauptsächlich die, die über verschiedene Wege zur Steigerung des Shareholder-Value abstimmen - während sich die anderen verweigern. Auch die LINKE, deren erwartetetes Wahlergebnis von fast 12 Prozent für eine Art Genugtuung am Sonntagabend sorgen konnte, wird nur unter bestimmten Umständen in der Lage sein, das aufzufangen. Nur wenn die Partei nicht vergisst, dass echte Veränderungen nie in Parlamenten, sondern auf den Strassen, in den Wohnquartieren und Betrieben erreichbar sind, wird sie ihre Position halten oder sogar ausbauen, und die weiter zunehmende Frustration der Bevölkerung in ein kämpferisches Bewusstsein verwandeln können. Doch darauf deutet wenig hin - eher ist schon jetzt tendenziell zu erkennen, dass sich die LINKE im Parlamentarismus verliert, auf Wahlprozente starrt und ansonsten darauf wartet, sich mit einer unbestimmt anderen SPD versöhnen zu können. Und dass ihre sechzehn direkt gewählten Abgeordneten des nächsten Bundestages in der Partei eher dem &quot;Realo&quot;-Flügel als einer echten Linken zugerechnet werden müssen, macht die politische Aufgabe, die sich der Partei stellt, nicht leichter.</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-30T17:53:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5942309/">
    <title>BERND DAS BROT, HOMER SIMPSON, LAFONTAINE</title>
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    <description>Welche Wahl? War da was? Müdigkeit und Langeweile aller Orten. Das (nicht) wählende Volk ist überdrüssig. Es interessiert sich nicht. Oder doch? Oskar Lafontaine zeigt in Wuppertal, dass das nicht stimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzten Sonntagabend schalteten im Schnitt 30% weniger Zuschauer als noch 2005 einen der vier Kartellsender ein, um das vorgebliche &quot;Duell&quot; zweier &quot;eigenartig geklonter Marionetten&quot; &lt;a href=&quot;http://www.stern.de/wahl-2009/foto/4-reaktionen-aufs-tv-duell-sehnsucht-nach-berlusconi-1508775.html&quot; title=&quot;STERN.DE: Peymann&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;(Claus Peymann)&lt;/a&gt; zu verfolgen, das doch der Höhepunkt der medialen Inszenierungen zur Bundestagswahl am 27. September hätte sein sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt nur knapp &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/medien/1461879.html&quot; title=&quot;NETZEITUNG: Simpsons harte Konkurrenz fürs TV-Duell&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;14 Millionen potentielle Wähler wollten sehen&lt;/a&gt;, was die beiden Kandidaten nicht zu sagen hatten. Während die öffentlich-rechtlichen Sender hiervon noch den Löwenanteil abstaubten - in der Hauptsache wohl Leute, die zunächst vergeblich auf den &quot;Tatort&quot; oder das neue &quot;Uta Danella-Epos&quot; hofften, und dann, bevor sie umschalten konnten, wahrscheinlich schon eingeschläfert waren - verzeichneten die am &quot;Wahlduell&quot; beteiligten &quot;Unterschichtensender&quot; - RTL und SAT 1 - nur desaströses Desinteresse. In der von ihnen bedienten Zielgruppe gab es zwei Wochen vor der Wahl nur einen ganz eindeutigen Gewinner des Sonntags: Homer Simpson bei Pro 7. Eine geschmackssichere Wahl der Unterschicht, auch wenn sich der SPD-Kandidat Frank Walter Steinmeier stetig bemüht, an &quot;Bernd das Brot&quot; zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;span style=&quot;border-bottom: 3px solid white&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/homer-simpson.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Sieger des TV-Duells&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Kein Wort dazu jedoch von den veranstaltenden Sendeanstalten. Weder die zunehmend einer ZDF-Vorabendserien-Journalistendarstellerin ähnelnde Anne Will, noch der sich in selbstdefinierter Bedeutung verlierende &quot;Graf Zahl&quot; der Sesamstrasse, ähh - ARD, Jörg Schönenbohm, gingen auf das &quot;Is&apos;-mir-doch-egal&quot;-Quotenvotum des eifrig besendeten Wahlvolks ein. Und auch sonst bieten die traurigen Gestalten der sogenannten &quot;vierten Gewalt&quot; in der BRD wenig zu den wirklichen Fragen politischer Entscheidungen - lieber vergrössern sie wortreich und beflissen das dargebotene Nichts. Wie beim beinahe allabendlichen &quot;Wahl-Watching&quot; im Zweiten - (welcher Praktikant durfte sich diesen selten dämlichen Trailer-Claim eigentlich ausdenken?) - oder bei den seriellen &quot;Analysen&quot; INSM-gesponsorter Stichwortgeber  des Kapitals vieler anderer  Sonderausstrahlungen zur &quot;Schicksalswahl 2009&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politik scheint diesen Sommer - der doch politische Probleme aufwirft, wohin man guckt - nur noch aus uninteressanten rhetorischen Fragen zu bestehen, deren Antworten niemand hören will, und die deswegen auch gar nicht gegeben werden. &quot;Wie führen wir das Land aus der grossen Krise?&quot;, &quot;Wie können wir alle gemeinsam stärken?&quot;, &quot;Wie lösen wir die grossen Probleme?&quot; fragt die Regierende in die Runde. &quot;Ja, wie denn?&quot; will man ihr zurufen. Niemand tut es. Konnte der inzwischen zum Gaslobbyisten gewordene &quot;Acker&quot; Schröder beim letzten Mal, wenn schon nicht intellektuell, so doch wenigstens vom Unterhaltungswert an einen Homer Simpson heranreichen, wendet sich das Publikum bei Steinmeier und oder Merkel nur noch genervt bis gestört ab. Dafür wird es dann gerne als &quot;politikverdrossen&quot; beschimpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch anders, als Spin-Doktoren und mediale Schergen der regierenden Junta behaupten, sind die Menschen durchaus an politischen Inhalten interessiert. Wenn es denn welche gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das liess sich am Freitag vor dem &quot;TV-Duell&quot; in Wuppertal beobachten. Die LINKE hatte an jenem Tag mit Oskar Lafontaine ihren Popstar aufgeboten, auf dem zentralen Elberfelder Willy-Brandt-Platz aus einer verbreiteten Agonie Wahlunterstützung für die einzige Oppositionspartei zu machen. Und tatsächlich konnte Lafontaine zwischen 1.000 und 1.200 Zuhörer motivieren, trotz schönen Wetters zu einer Wahlrede zu kommen - obwohl es kein Freibier gab. Mehr noch: Die, die gekommen waren, hörten dem halben Parteivorsitzenden der aus Ost-PDS und West-WASG in nur wenigen Jahren zusammengeschusterten Organisation eine Stunde lang sehr aufmerksam und hochkonzentriert zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;span style=&quot;border-bottom: 3px solid white&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/lafontaine-11.09.2009.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Sieger des TV-Duells&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Dabei redete das &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30846/1.html&quot; title=&quot;TELEPOLIS: Erzengel und Belzebub&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;zum Abschuss freigegebene&lt;/a&gt; Schreckgespenst der bürgerlichen Klasse durchaus anspruchsvoll über Grundbedingungen einer echten Demokratie, Funktionsweisen jenes neoliberalen Systems, das stattdessen in der BRD etabliert ist, mediale Verfügungsgewalt in diesem Land und fehlende Redaktionsstatuten. Die Forderungen seiner Partei, die mehr Demokratie, unabhängige Abgeordnete, die nicht auf der Payroll von Konzernen stehen, Umverteilung des Reichtums Weniger zugunsten Vieler, gesellschaftliche Kontrolle des Banksystems, belegschaftsbestimmte Betriebe und - wenige Tage nach dem &lt;a href=&quot;http://um3000.twoday.net/stories/5927571/&quot; title=&quot;UMLOG: Teutozilla freigelassen&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Massaker von Kundus&lt;/a&gt; - natürlich auch einen sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan umfassen, wurden in den freien Vortrag eingebunden ohne allzu populistisch und demagogisch formuliert zu sein. Diese zwei Attribute - ohne die beinahe keine Erwähnung des Namens Oskar Lafontaines in den bürgerlichen Medien auskommt - verbinden sich scheinbar nur in den Köpfen jener, die viel zu viel zu verlieren haben mit Forderungen nach einer vernünftigen Alterssicherung aller oder bezahlbarer medizinischer Versorgung für alle Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Publikum, das anders als von der &lt;a href=&quot;http://www.wz-wuppertal.de/sro.php?redid=627466&quot; title=&quot;WZ: Lafontaines Visite auf dem Willy-Brandt-Platz&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Westdeutschen Zeitung&lt;/a&gt; am nächsten Tag berichtet, absolut nicht nur aus &quot;Gleichgesinnten&quot;, sondern aus einem breiten Spektrum bestand - viele Ältere, aber auch viele Jüngere, viele Migranten und Migrantinnen, radikale Linke, aber auch noch aktive SPDler - war dankbar für sechzig Minuten Inhalt. Selbst zunächst skeptische Zuhörer applaudierten am Ende der Rede lang anhaltend, wie sogar die WZ zugestehen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt: Unser kleiner lokaler Tageszeitungsmonopolist, der schon im abgelaufenen Kommunalwahlkampf über die LINKE kaum berichtet hat. Wie zur Bestätigung der Thesen Oskar Lafontaines von der Medienmacht weniger Familien und Konzerne in Deutschland, fiel die Berichterstattung zur Veranstaltung der LINKEN dürftig und diffamierend aus. Von Inhalten kein Wort, stattdessen Oskar Lafontaine als &quot;politischer Unterhalter&quot;, dem zur Erreichung seiner Ziele auch &quot;weniger demokratische Mittel legitim&quot; sind. Inwieweit die WZ damit einem Land wie Frankreich schlicht die Demokratie abspricht - wo es den gemeinten, geforderten Generalstreik als politisches Mittel gibt - geht aus dem Artikel leider nicht hervor. Dafür fand sich wohl kein Platz - der musste schliesslich genutzt werden, um auch noch den kümmerlichen Auftritt der Jämmerlichen Union (JU) in die Zeilen zu quetschen - samt wörtlichem Zitat altbekannter Parolen der Bürgersöhnchen und -töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die absolute Krönung der WZ-Samstagsausgabe war jedoch ein sehr umfangreiches Interview mit dem unerträglichen Kasper Peter Hintze, das - quasi als Abbitte für den Beitrag zu Lafontaine - direkt über diesem plaziert war, und in dem der CDU-Ageordnete &quot;Wuppertal auf einem guten Weg&quot; sieht. Ein Hohn. Womit sich der Kreis der letzten Wochen schliesst. Vielleicht hat er ja sogar Recht. Trotz &lt;a href=&quot;http://um3000.twoday.net/stories/5917507/&quot; title=&quot;UMLOG: Sechs Jahre Bleimütze&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Wiederwahl der &quot;Bleimütze&quot;&lt;/a&gt; vor zweieinhalb Wochen ist die Hoffnung nicht verloren, wenn man die Veranstaltung von Freitag zum Mass nimmt. Ob der &quot;gute Weg&quot; dann jedoch in die von Peter Hintze gewünschte Richtung führt, wird man noch sehen.</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
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    <dc:date>2009-09-16T11:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5927571/">
    <title>TEUTOZILLA FREIGELASSEN</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5927571/</link>
    <description>Ja, hatten sie denn vergessen, wie der Deutsche Partisanen bekämpft? Die grosse Tradition der angemessenen Ausrottung ganzer Ortschaften im Partisanenkampf gehört schliesslich zu den Kernkompetenzen einer deutschen Armee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;span style=&quot;border-bottom: 3px solid white&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/verbrechen.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Wehrmachtsverbrechen&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Jetzt ist das &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2009/09-07/067.php&quot; title=&quot;junge Welt vom 07.09.2009: Allein gegen die Welt&quot;  target=&quot;_blank&quot;&gt;Gemaule auf amerikanischer, französischer und jeder anderen Seite gross&lt;/a&gt;. Jetzt plötzlich fällt ihnen wieder ein, warum es besser war, Teutozilla in eine dunkle Kiste zu stecken und ihn bestenfalls Weibsarbeit im Kriege machen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun schimpfen alle, weil das Tier tut, was es kann. Das ist nicht gerecht. Nachvollziehbar, dass Verteidigungsminister Jung wirkt wie ein beleidigter Schuljunge, der doch auch nur mal mitmachen wollte. Die Gelegenheit war doch günstig. Die LKW steckten fest und konnten nicht fliehen, und um sie herum hatten sich lohnend viele Dorfbewohner versammelt. Dass die, die seine Schergen dann riefen, um töten zu lassen, nun mit dem Finger auf ihn zeigen, muss den wackeren Mann gerade heute verschrecken und enttäuschen - hatte er sich doch so auf die Einweihung seines Ehrenmals für gefallene deutsche Krieger gefreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fest hat ihm der Ami und der Franzos&apos; jetzt wohl verdorben. Schon verständlich, dass der Kriegsminister aus Hessen nun nach Ausflüchten sucht. Dass er erzählt, die Tanklaster seien auf dem Weg gewesen, seine tapferen Wüstenfüchse in die Luft zu jagen, obschon sie geradewegs in die andere Richtung fuhren. Dass er behauptet, alle getöteten Kinder hätten keine Kanister sondern Gewehre getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Jung sollte einfach mal etwas selbst- und traditionsbewusster sein. Wie das geht, hat ihm der Generalgouverneur von Kundus, Mohammad Omar vorgemacht, als er schlicht beschied: &quot;Die Dorfbewohner haben den Preis dafür bezahlt, dass sie den Aufständischen helfen und ihnen Unterschlupf gewähren&quot;. Eben. Das ist Aufstandsbekämpfung deutschen Geistes. Dass ein dahergelaufener Ureinwohner kommen muss, um dem deutschen Minister zu erzählen, wo&apos;s langgeht, ist der eigentliche Skandal. Teutozilla eiert nämlich nicht &apos;rum. Der redet Klartext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das ist jetzt auch schon egal. Um es mit Manfred Stenner, dem Sprecher des &quot;Netzwerks Friedenskooperative&quot;, zu sagen: &quot;Meinethalben soll er es sich aussuchen: Wenn es ein Krieg ist, war das ein Kriegsverbrechen, ist es kein Krieg, war es Massenmord.&quot;</description>
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    <title>OFFENER BRIEF AN DIE WZ</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5688042/</link>
    <description>Nachfolgend wird ein offener Brief an die WZ-Redakteure Manfred Görges und Andreas Lukesch dokumentiert, der sich mit der Berichterstattung der einzigen Lokalzeitung zur DGB-Kundgebung mit Franz Müntefering in Wuppertal am 1.Mai 2009 auseinandersetzt. Zu dieser Kundgebung waren etwa 350-500 Zuhörer erschienen, der Vortrag des SPD-Vorsitzenden und ehemaligen Vizekanzlers wurde durchgängig durch &quot;Heuchler&quot; und &quot;Lügner&quot;-Rufe sowie durch Pfiffe von etwa einem Drittel der Teilnehmer gestört. Die WZ berichtete darüber am Samstag, den 2.Mai mit einem &lt;a href=&quot;http://www.wz-wuppertal.de/?redid=508759&quot; title=&quot;WZ-Artikel: Die Pfeifen von St.Laurentius&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Artikel von Manfred Görges&lt;/a&gt; und einem Kommentar von Andreas Lukesch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ihre Berichterstattung zum 1.Mai 2009 in Wuppertal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrte Herren Görges und Lukesch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie, Herr Lukesch, schreiben in ihrem Kommentar vom 02.05. zur DGB-Kundgebung auf dem Laurentiusplatz: &quot;(...) Ein Aufbegehren, der Volkszorn, der die wütenden Menschen auf die Strasse gehen lässt, sieht anders aus. (...) Der &apos;kleine Mann hielt still&apos;. (...)&quot;. Gleichzeitig wissen Sie, Herr Görges, im Artikel von einem &quot;Pfeifkonzert der Ultra-Linken&quot; zu berichten, das wiederum Sie, Herr Lukesch, den &quot;üblichen hohlen Krakeelern&quot; zuschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bitte hätten Sie es denn gern? Wie spielt sich ein &quot;Aufbegehren&quot; des &quot;Volkszorns&quot; vor ihrem inneren Auge denn ab? Benötigt es dafür brennende Autoreifen, oder festgesetzte Vorgesetzte? Das fällt für Sie doch wohl eher unter Krawall und Terror? Oder dachten Sie an zart vorgetragene Bitten wohlgeordneter Betriebsratsabordnungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn massive Proteste vieler Kundgebungsteilnehmer reflexartig &quot;hohlen Krakeelern&quot; und &quot;Ultra-Linken&quot; zugeordnet werden, fällt es natürlich schwer, die Stimmung in der Bevölkerung auszumachen. Dabei ist es doch ganz einfach: Solange die politisch Verantwortlichen, die heute gegen die Bedingungen sprechen, die sie selber auf den Weg gebracht haben, eine geforderte &quot;friedliche Unterhaltung&quot;, (Müntefering an die Protestler am 01.05.), als lautsprecherbeschallte Einbahnstrasse definieren, werden sie keine Massen mehr mobilisieren können - und jene, die noch kommen, werden sich immer weniger als willfährige Claqueure missbrauchen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War die Teilnehmerzahl von etwa 350 Zuhörenden - der grosse Rest hielt sich an Getränkeständen auf, oder frühstückte in einem der Cafés am &quot;Laurentius&quot; - für die SPD - (es sprach immerhin ihr Bundesvorsitzender) - ohnehin schon ein erbärmliches Armutszeugnis, so waren die lautstark vorgebrachten &quot;Lügner&quot;- und &quot;Heuchler&quot;-Rufe und das Pfeifkonzert eines Drittels davon die direkte Konsequenz der Versuche Franz Münteferings, die Leute wiederholt für dumm zu verkaufen, indem er versuchte, die Verantwortung der SPD für Sozialabbau und Shareholder-Value-Fixierung der Regierungspolitik hinter wohlfeilen Appellen und quasioppositionellen Forderungen zu verstecken. Die gut hörbaren Proteste waren eine schallende Ohrfeige für die Sozialdemokraten, gerade, weil sie nicht von &quot;Ultra-Linken&quot;, sondern von wesentlichen Teilen des DGB und vielfach auch von ehemaligen SPD-Parteigängern kamen. Die von ihnen ausgemachten &quot;Ultra-Linken&quot; waren in ihrer Mehrzahl jedenfalls gar nicht da, diese versammelten sich nämlich zeitgleich zur Demonstration an der Gathe. Es handelte sich auf dem Laurentiusplatz um einen Querschnitt der Wuppertaler Bevölkerung - es würde daher auch sehr verwundern, wenn die SPD nach den Ereignissen von Freitag noch eine öffentliche Grossveranstaltung in Wuppertal zur Bundestagswahl im Herbst einplante - zu deutlich war die Ablehnung ihres Vorsitzenden, sei es - unsichtbar- durch schlichtes Fernbleiben des Volkes, sei es - hörbar - durch die lautstarken Proteste vieler Anwesender. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr journalistischer Horizont jedoch unmittelbar jenseits eines SPD-Parteibuchs nur noch &quot;ultralinke Krakeeler&quot; erkennen kann, muss man annehmen, dass es ihnen nicht um Berichterstattung, sondern um reine Stimmungsmache geht, der es hauptsächlich darauf ankommt, ein verarmtes, aber heimeliges und ruhiges Wuppertal zu zeichnen. Sie reihen sich damit hinter OB Jung ein, der sich - wie man ihrem Artikel entnehmen kann - nicht zu schade war, sich für den Unmut seiner Bürger beim ehemaligen Vizekanzler zu entschuldigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei wäre es längst an der Zeit, dass die einzige Tageszeitung Wuppertals sich an die Seite ihrer Leser stellt, und auch jenen eine Stimme verleiht, die sich am Freitag erneut nur durch Rufe und Pfiffe vernehmbar machen konnten, anstatt krampfhaft die Illusion einer kuscheligen und harmonieseligen Stadt an der Wupper herbeizuscheiben, in der eben &quot;viele lieber der Sonne ins Grüne folgen&quot;. Dort wären Sie, scheint&apos;s, offenkundig auch lieber gewesen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von Ihnen vermisste &quot;Volkszorn&quot; ist jedenfalls ausreichend vorhanden, man muss ihn nur wahrnehmen wollen. Doch dann müsste eine Zeitung auch über die, im Anschluss an die DGB-Kundgebung stattgefundene, starke und wieder einmal von skandalösen Repressionen begleitete, linksradikale Demonstration zum Ölberg berichten, zumal sich dort, allen bedrohlichen Umständen zum Trotz, etwa doppelt soviele Teilnehmer versammelten als zuvor an der Bühne des Laurentiusplatzes. Dass sie diese am 02.05. lediglich mit dürren Zitaten des Polizeiberichtes in einem Einspalter auf Seite 4 des Lokalteiles würdigen, passt leider ins schiefe Bild, das man durch ihre Artikel zur DGB-Kundgebung erhalten muss - es überrascht einen aufmerksamen Leser ihres Blattes jedoch nicht wirklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüssen&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 um3000</dc:rights>
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  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5650138/">
    <title>TSCHÜSS, INTERNET</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5650138/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.um3000.org/images/stopp.png&quot; title=&quot;Originalgrösse anehen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/stopp.png&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;STOPP&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;</description>
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    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
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    <dc:date>2009-04-17T18:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5623419/">
    <title>G-SPOT LONDON, BRASSBOURG, BAADER BAADER. ES GEHT VORAN.</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5623419/</link>
    <description>Geschichte wird gemacht. In London winken Bankster den, unter ihren Bürofenstern vorbeilaufenden G20-Demonstranten &lt;a href=&quot;http://hosted.ap.org/dynamic/stories/E/EU_G20_DONT_FLAUNT_IT?SITE=ORBEN&amp;SECTION=HOME&amp;TEMPLATE=DEFAULT&quot; title=&quot;Meldung im AP-Newswire&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;mit Geldscheinen&lt;/a&gt; zu, die zehntausendköpfige englische Polizei &lt;a href=&quot;http://de.indymedia.org/2009/04/245965.shtml&quot; title=&quot;Übersetzung aus dem Indymedia-Dispatch&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kesselt unablässig Gruppen von Gipfelgegnern ein und verhaftet scheinbar willkürlich Leute&lt;/a&gt; - und dennoch demonstrierten Tausende bis gestern auf den Strassen und teilweise auch in den Foyers der Banken der europäischen Monopoly-Zentrale für ein Ende des Systems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Strasbourg, Kehl und Baden Baden wird das Demonstrationsrecht durch geschlossene Grenzen, durch Reiseverbote, einem Verbot von Kapuzenpullis, Sonnenbrillen und Friedensfahnen, einem Verbot der schnellen Bewegung und einem einzuhaltenden Mindestabstand zu Polizisten von Einsfuffzig pervertiert, es kreisen Hubschrauber und AWACS-Aufklärer über hochgerüsteten Schutztruppen in Heeresdimension - und trotzdem werden ab heute Tausende die NATO-Geburtstagskonferenz der versammelten Welt-Krieger mit ihrem Protest begleiten und zu sabotieren versuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/no-nato/index.php&quot; title=&quot;Zum No-NATO-Nachrichtenticker der jungen Welt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/NO_NATO.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;No NATO&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Die Dinge spitzen sich zu. Das System reagiert nervös. Gewachsene Militanzbereitschaft der Prätorianergarden, ihre ausufernde Bewaffnung und der Einsatz der Armee, immer neue Gesetze und zunehmend skurrilere Auflagen sprechen eine deutliche Sprache. Niemand sollte glauben, eine &quot;Wende&quot; liesse sich mit einem Gegenüber, das um seine zusammengeraubten Milliarden fürchtet, ähnlich friedlich realisieren, wie jene, deren zwanzigster Jahrestag inmitten der eigenen Legitimationskrise von den selbsternannten Eliten gefeiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vorbereitung einer möglichen Aufstandsbekämpfung werden daher zehntausende Einsatzkräfte an die Hotspots gesellschaftlicher Auseinandersetzungen gekarrt, es werden Überwachungs- und Zensurparagraphen geschaffen - wie erst in der letzten Woche wieder - und durch Bezirks- und Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr sind längst auch mit den Kommunen vernetzte militärische Strukturen geschaffen worden, die die sogenannte zivil-militärische Zusammenarbeit im nicht näher definierten Krisenfall gewährleisten sollen. Hier schliesst sich auch der Kreis zu den &quot;No-NATO&quot;-Protesten dieses Wochenendes. Deutschland, bzw. seine Wirtschaftsinteressen, werden eben nicht nur am Hindukusch, sondern nötigenfalls auch in unseren Innenstädten verteidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich werden heute und morgen auch die versammelten Claqueure und Stichwortgeber der bürgerlichen Medien wieder bereitstehen, wenn es darum geht, die gestern in London verkündeten Absichten als &quot;historische Entscheidung&quot; und die NATO als Friedensbringer zu verklären, und andererseits die Proteste gegen das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/TINA&quot; title=&quot;Häh?&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;TINA&quot;-Kartell&lt;/a&gt; zu kriminalisieren und zu marginalisieren. &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,617082,00.html&quot; title=&quot;Ein Versuch von SPIEGEL-online&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anfänge sind ja schon gemacht&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Gipfels von Heiligendamm war zu beobachten, wie sich die gesamte deutsche Presse von sämtlichen hehren, selbstgezimmerten Prinzipien des Journalismus verabschiedete. Es war die Zeit der wörtlich übernommenen Polizeiberichte, der Säureattacken durch die &quot;Clowns Army&quot; und der sich in Krankenhäusern stapelnden verletzten Polizisten, die in Wahrheit nirgends zu finden waren. Es war die Zeit der totalen Desinformation, an der alle - wirklich alle - bürgerlichen Medien mitwirkten. Es war auch das endgültige Aus der &quot;taz&quot; als Zeitung einer Bewegung, die sich längst am einstigen Renommierobjekt einer linken Öffentlichkeit vorbeibewegt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des G8-Gipfels wäre es schlicht unmöglich gewesen, den Überblick zu behalten, hätte es nicht die Möglichkeit zur Information über der Internetz gegeben. Neben einigen, regelmässig aktualisierten Blogs - seinerzeit z.T. noch mit SMS-Ticker - was es vor allem die Tageszeitung &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/index.php&quot; title=&quot;Zur aktuellen Ausgabe&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;junge Welt&lt;/a&gt;, die sich mit einem redaktionellen Nachrichtenticker gegen die Manipulationen des Wahrheitsministeriums gestemmt hat, als versucht wurde, den späteren Sieg der Proteste durch die Berichterstattung zu den Ereignissen in Rostock zu verhindern. Sie war z.B die erste Zeitung, die durch eine simple Telefonrecherche in den Hospitälern die Mär von mehreren hundert verletzten Polizisten als das entlarvte, was es war - eine simple, der Kriminalisierung der Gipfelgegner dienende Lüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zu den Protesten gegen die NATO-Konferenz in Strasbourg und Kehl bietet die &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/no-nato/index.php&quot; title=&quot;Zum Nachrichtenticker und Themenspecial&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;junge Welt diesen Service wieder an&lt;/a&gt;. Jedem, der die mediale Lobotomie durch das Wahrheitsministerium nicht mehr erträgt, sei daher ein regelmässiger Reload dieser Seiten für heute und morgen empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt natuerlich auch Alternativen. &lt;a href=&quot;http://de.indymedia.org&quot; title=&quot;Zur indymedia-Startseite&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Indymedia&lt;/a&gt; stellt immer eine brauchbare Quelle direkter Berichte dar, ein Newsticker findet sich z.B. auch &lt;a href=&quot;http://linksunten.indymedia.org/de/ticker&quot; title=&quot;Linksunten-Ticker bei indymedia&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Und vielleicht kann ja auch die eher dämliche Stummelkommunikationsform &quot;Twitter&quot; doch mehr an Vernetzung und Mobilisierung leisten, als ihr normalerweise zuzutrauen ist. Einen Test ist es wert. Über die &lt;a href=&quot;http://search.twitter.com&quot; title=&quot;Twitter-Suche&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Twitter-Suchfunktion&lt;/a&gt; lassen sich jedenfalls sehr schnelle Informationen auffinden, bespielweise unter dem Suchbegriff &lt;a href=&quot;http://search.twitter.com/search?q=%22No+NATO%22&quot; title=&quot;Suche nach No NATO bei Twitter&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;No NATO&quot;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst euch nicht enthirnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Weil an dieser Stelle nun schon so explizit auf die &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/index.php&quot; title=&quot;Zur aktuellen Ausgabe&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;junge Welt&lt;/a&gt; hingeweisen wurde, noch ein Lesebefehl - vorgestern gab es auch ein neues &quot;Taktik-Kassiber&quot; von Commander Shree Stardust: &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2009/04-01/017.php&quot; title=&quot;Das letzte Taktik-Kassiber&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Entlastet die Vorhut!&lt;/a&gt;. Shree Stardusts Empfehlungen und Hinweise gehörten nicht nur in Heiligendamm zu den lesenswertesten Beiträgen, die in der deutschen Presse erschienen sind. Leider sind nur noch zwei weitere Beiträge der &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/serien.php?id=255&quot; title=&quot;Die Taktik-Kassiber-Serie&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Artikel-Serie&lt;/a&gt; kostenfrei online.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der auch heute und morgen noch aktuellen Bedeutung von Shree Stardusts Artikeln zu Heiligendamm, muss man die restriktive Preis-Politik der &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/index.php&quot; title=&quot;Zur aktuellen Ausgabe&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;jungen Welt&lt;/a&gt; in Bezug auf die alten Taktik-Kassiber des Commanders leider sehr kritisieren. Bei allem Verständnis für die Finanzlage des Blattes.</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2009-04-03T11:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5187354/">
    <title>ELFTER SEPTEMBER</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5187354/</link>
    <description>Als in den Morgenstunden des elften September die Flugzeuge gekommen waren und dann aus dem grossen Gebäude Rauch aufstieg, als die Überlebenden auf die Strasse flohen und sich die Informationen im zusammenbrechenden Kommunikationssystem der Stadt, einander widersprechend, überschlugen, wurde nach und nach klar, dass nach diesem Tag nichts mehr so sein würde, wie es zuvor gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Luftangriff auf die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/La_Moneda&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zum chilenischen Präsidentenpalast La Moneda&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;La Moneda&lt;/a&gt; und auf Stadtviertel Santiago de Chiles bedeutete am Morgen des elften September die Machtübernahme des illoyalen Arschlochs &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Augusto_Pinochet&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zu Augusto Pinochet&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Augusto Pinochet&lt;/a&gt; und beendete das Leben des gewählten Präsidenten Chiles, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zu Salvador Allende&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Salvador Allende&lt;/a&gt;. Nach Stunden des heftigen militärischen Widerstands gegen den faschistischen Putsch durch seine letzten Vertrauten im Präsidentenpalast, und nach einer allerletzten - von einer der wenigen noch sendefähigen Stationen übertragenen - Radioansprache an das Volk Chiles, - &lt;i&gt;(unten gibt es den Soundtrack zum Artikel)&lt;/i&gt; - schickte Salvador Allende, im Glauben, dadurch ihr Leben zu retten, seine verbliebenen Verteidiger hinaus auf die Strasse zu ihren Häschern. Allende selbst wurde später erschossen in den Ruinen der Moneda aufgefunden, die Umstände seines Todes sind nie endgültig geklärt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich schliesslich der Tag heute vor 35 Jahren seinem Ende &lt;a href=&quot;http://www.emmemm.de/chile1973/chronik.html&quot; title=&quot;Chronik der Ereignisse von Matthias Mann&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;entgegenquälte&lt;/a&gt;, war die kurze, aber hoffnungsvolle Geschichte der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Unidad_Popular&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zur Unidad Popular&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Unidad Popular&lt;/a&gt; in Chile beendet. Schon in den nächsten Tagen waren tausende Chilenen &lt;a href=&quot;http://www.emmemm.de/chile1973/verhaft.html&quot; title=&quot;Foto-Dokumente der Verhaftungen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;verhaftet&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.emmemm.de/chile1973/ermord.html&quot; title=&quot;Foto-Dokumente der Morde&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;getötet&lt;/a&gt; oder auf der Flucht, darunter viele der wichtigsten Künstler und Intellektuellen des Landes. Unter ihnen auch &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Jara&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zu Victor Jara&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Victor Jara&lt;/a&gt;, der wie 5.000 andere, noch am gleichen Tag im Stadion Santiago de Chiles interniert wurde. Die Folterer brachen ihm zunächst beide Hände, damit er nicht mehr Gitarre spielen konnte und ermordeten ihn schliesslich innerhalb der ersten Woche nach dem konterrevolutionären Putsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger als ein Jahr danach hatte sich die Junta mit Folterungen und Mord, weltweiten Protesten zum Trotz, jedoch unter dem Beifall vieler westlichen Regierungen, in Chile fest etabliert, während zehntausende Chilenen ausser Landes flohen. Alleine die DDR rettete  2.000 Opfer der Reaktion vor Verfolgung und Vernichtung. Auch in der, noch von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zu Willy Brandt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Willy Brandt&lt;/a&gt; regierten, Bundesrepublik waren mehrere tausend von ihnen untergekommen und mit ihnen die Erfahrungen eines neuen Faschismus. Sie erlebten mit, wie, wenige Monate nach dem Putsch, eine chilenische Mannschaft - die sich nur hatte qualifizieren können, weil die sowjetische Sbornaja sich weigerte, nach dem Morden, das im zum KZ gewordenen &lt;a href=&quot;http://www.emmemm.de/chile1973/stadion.html&quot; title=&quot;Fotos zur FIFA-Entscheidung zur Austragung&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nationalstadion Santiagos&lt;/a&gt; stattgefunden hatte, dort anzutreten, obwohl die FIFA den blutgetränkten Boden für bespielbar hielt - bei der WM in Deutschland unter ihren &lt;a href=&quot;http://www.lateinamerikanachrichten.de/?/artikel/857.html&quot; title=&quot;Artikel zu den damaligen Protestaktionen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Protesten und Aktionen&lt;/a&gt; von Demonstranten ein Vorrundenspiel gegen die BRD mit 0:1 verlor, sie setzten, wo es möglich war, ihre Arbeit in der DDR oder der BRD fort, sie besuchten die Universitäten und sie engagierten sich im Kulturleben ihrer Gastländer. Auch an unserer Schule tauchten neue Mitschüler auf, deren Eltern ihr Heimatland eben noch hatten verlassen können. Die Begegnung mit ihnen war für uns junge Schüler das erste Aufeinandertreffen mit Flüchtlingen, die um die halbe Welt geflohen waren, um Tod oder Folter zu entgehen und für manche war es der erste Kontakt zu ausländischen Jugendlichen überhaupt. Durch die Bekanntschaft zu ihnen begannen einige erstmals, sich näher für die Hintergründe der Flucht zu interessieren. Das, was sie erfuhren, löste Verstörung, Empörung und Mitgefühl aus - die Opfer der brutalen Gewalt bekamen ein Gesicht. Das unserer Mitschüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das betraf nicht nur uns jugendliche Schüler. Ganz im Gegensatz zu verschiedenen Politikern der BRD, die, wie Franz-Josef Strauss, der Ansicht waren, dass &quot;angesichts des Chaos, das in Chile geherrscht hat, (...) das Wort Ordnung für die Chilenen plötzlich wieder einen süßen Klang (erhält), reagierte die - noch von den politischen Diskussionen der späten sechziger Jahre beeinflusste - Gesellschaft der BRD mehrheitlich betroffen und oft sogar solidarisch mit den nach Deutschland Geflohenen. In der BRD entstand die erste Solidaritätsbewegung mit einem Land, das häufig dem Trikont zugerechnet wurde, was angesichts des hohen Industrialisierungsstands Chiles eigentlich ungenau war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese - heute fast nicht mehr denkbare - breite Reaktion auf einen faschistischen Putsch am anderen Ende der Welt, die oft zwischen Hilflosigkeit, Trauer und Wut schwankte, hatte einen ihrer Ausgangspunkte im Erkennen der Tatsache, dass der Kapitalismus eine systemimmanente echte Veränderung niemals zulassen würde - allen, einer friedlichen und demokratischen Lösung zuliebe, eingegangenen Kompromissen zum Trotz, und im offenen Widerspruch zur demokratischen Maskierung, mit der die imperialistischen U.S.-amerikanischen und europäischen Interessen damals wie heute getarnt werden. Der 1968, durch Panzer des Warschauer Vertrags, und unter grosser Anteilnahme der westdeutschen Öffentlichkeit, beendete &quot;Prager Frühling&quot; in der realsozialistischen CSSR war erst fünf Jahre vorbei - da soff die wohlige Illusion, dass systemverändernde Entwicklungen im &quot;freien Westen&quot; anders verlaufen würden, in chilenischen Blutlachen von CIA und Pinochet endgültig ab. Und mit ihr die Zuversicht, auf den, vom Kapitalismus angebotenen Wegen wirkliche Veränderungen erreichen zu können. Für diese verlorene Illusion der Linken hatten die chilenischen Anhänger der Unidad Popular einen hohen Blutzoll zahlen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie um chilenische Erfahrungen nachzuvollziehen, zerbrach an dieser Erkenntnis im weiteren Verlauf der Geschichte auch eine bis dahin noch bestehende Aktionseinheit fortschrittlicher Gruppen in den meisten der westlichen Länder. In den Jahren nach dem in Chile geführten Krieg gegen das Volk verstärkten bewaffnete Gruppen weltweit ihren Kampf gegen Imperialismus und Kapital; auch mit dem Ziel, dass die bittere Erfahrung der chilenischen Revolution nicht umsonst gewesen sein sollte. Andere, die vor notwendigen Konsequenzen zurückschreckten, begannen stattdessen, sich auf rein reformistische gesellschaftliche Teilaspekte zu beschränken, und sich aus Systemfragen zunehmend zurückzuziehen. Ein Weg, der später in einer ängstlich-pazifistischen Friedensbewegung und in der Gründung einer staatstragenden Umweltpartei münden sollte. Wurden diese vom System nach und nach absorbiert, so wurden jene im Verlauf ihres zunehmend verzweifelter werdenden Kampfes durch Counter-Strategien und Repression, aber auch durch eigene strategische Fehleinschätzungen beinahe vollständig aufgerieben, getötet oder verhaftet. Viele sitzen noch heute in den Knästen. Der weltweite Aufbruch der frühen siebziger Jahre kam zum Erliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne den elften September 1973 wäre die Entwicklung der Auseinandersetzung mit dem kapitalistischen System zweifellos anders verlaufen. An diesem Tag vor 35 Jahren jedoch landete die CIA, und mit ihr das Kapital, einen grossen Coup gegen alle aktuellen und zukünftigen Bestrebungen, den Kapitalismus zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine geglückte, friedliche revolutionäre Veränderung Chiles, hätte zu einem Zeitpunkt, an dem das kapitalistische System weltweit unter Druck geraten war - im gleichen Jahr erst hatten die U.S.A. aufgrund einer sich zuspitzenden wirtschaftlichen Krise den Krieg in Vietnam endgültig verloren gegeben - eine positive Dynamik entfalten können. Eine erfolgreiche und demokratisch herbeigeführte Transformation eines - im Verhältnis - gut entwickelten Industrielandes zu einem sozialistischen Modell hätte nicht nur in Süd- und Mittelamerika ein Leitbild für progressive, linke, in einem breiten Bündnis agierende, gewerkschaftliche und politische Bewegungen sein können - die Begeisterung und die Aufbruchsstimmung, die die Unidad Popular auf den Strassen und Plätzen Chiles auslöste, war höchst ansteckend. Diese Ansteckungsgefahr war akut, und äusserte sich in einer Form, die sich auch heute noch, beispielsweise durch einige hervorragende Dokumentarfilme wie die von &lt;a href=&quot;http://german.imdb.com/name/nm0350099&quot; title=&quot;IMDb zu Patricio Guzmán&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Patricio Guzmán&lt;/a&gt;, auf Betrachter überträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die faschistische Niederschlagung der chilenischen Revolution hingegen ist einer der entscheidenden Wendepunkte für die spätere weltweite Niederlage emanzipatorischer Bewegungen gewesen. Jener dynamische Prozess, der positiv denkbar gewesen wäre, lief nun in gegensätzlicher Richtung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Niederlage der chilenischen Revolution war auch der Beginn einer durchgeprügelten neoliberalen Wirtschaftsordnung. Deren, durch die Junta erstmals weitgehend etablierten Glaubenssätze - die in Chile zunächst als Korrekturen &quot;sozialistischer Experimente&quot; dargestellt wurden - bilden mittlerweile weltweit die Basis einer Politik zulasten der Armen und zugunsten der Besitzenden. Der Angriff auf staatliche Sozialversicherungssysteme etwa, wurde erstmals in Chile geprobt, als die Junta die chilenische Sozialversicherung, die die älteste ausserhalb Europas gewesen war, zur Disposition stellte. Und auch für eine antigewerkschaftliche Politik, wie sie am Ende des Jahrzehnts von Margret Thatcher in England betrieben werden sollte, hatte man im faschistischen Chile Pinochets zuvor ein willkommenes Experimentierfeld gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem elften September 1973 ist also tatsächlich nichts mehr so gewesen, wie zuvor. Der Tag war der Anfang eines Endes, dessen ganze Wirkung erst mit der Zeit eintrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der Emotionsinszenierungen, die sich mit einem ganz anderen, ebenfalls an einem elften September stattgefundenen, Ereignis beschäftigen und heute ganztags aus den Medien schwappend, unsere Hirne verkleistern sollen, soll hier deshalb an den elften September vor 35 Jahren erinnert werden, ohne den auch Nine-Eleven möglicherweise nur ein ganz gewöhnlicher Werktag geblieben wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll eine Erinnerung sein an ein Datum, das tausende Menschen ihr Leben kostete und den weiteren Verlauf des revolutionären Kampfes massgeblich bestimmte. Ein Datum, das noch heute traurig macht, wenn man z.B. in Patricio Guzmáns Dokumentation über seinen dreiteiligen Film &lt;a href=&quot;http://german.imdb.com/title/tt0072685&quot; title=&quot;IMDb zu Die Schlacht um Chile, Teil 1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Die Schlacht&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://german.imdb.com/title/tt0074187&quot; title=&quot;IMDb zu Die Schlacht um Chile, Teil 2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;um&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://german.imdb.com/title/tt0078831&quot; title=&quot;IMDb zu Die Schlacht um Chile, Teil 3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Chile&quot;&lt;/a&gt;, in die Gesichter jener Passanten im heutigen Santiago de Chile blickt, die zunächst staunend, und dann mit Tränen in den Augen den Marsch einer jungen Studentenkapelle verfolgen, die mitten in Santiago jahrzehntelang verbotene Hymnen der Unidad Popular spielt, und in denen sich die zaghafte und  wehmütige Erinnerung an eine Zeit des verlorenen Aufbruchs widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Datum auch, das wieder die Perspektive auf Entwicklungen in Lateinamerika richtet, z.B. nach Venezuela oder Bolivien, bei der man erkennen muss, wie manche Abläufe sich zu wiederholen scheinen. Die Strategien, die sich heute gegen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Ch%C3%A1vez&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zu Hugo Chávez&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hugo Chávez&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Evo_Morales&quot; title=&quot;Wikipedia-Eintrag zu Evo Morales&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Evo Morales&lt;/a&gt; richten, ähneln in weiten Teilen jener Kampagne gegen Salvador Allende, die den Putsch der Militärs vorbereiten sollte. Doch nichts ist entschieden. Noch kann Geschichte diesmal anders ausgehen und noch scheint es, als könnte Savador Allende mit seiner letzten Rede doch Recht behalten: &lt;i&gt;In diesen düsteren und bitteren Augenblicken, in denen sich der Verrat durchsetzt, sollt ihr wissen, dass sich früher oder später, sehr bald, erneut die großen Straßen auftun werden, auf denen der würdige Mensch dem Aufbau einer besseren Gesellschaft entgegengeht.*&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;¡ El Pueblo Unido Jamás Será Vencido  !&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &lt;a href=&quot;http://um3000.twoday.net/stories/5187354/#comments&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;(Die ganze Übersetzung der Rede findet sich in den Kommentaren.)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige weiterführende Links zum Thema:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Putsch_in_Chile&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der Wikipedia-Eintrag zum Putsch am 11.09.1973 &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/chile/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ausführliches Dossier der Frankfurter Rundschau zum Thema &lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.emmemm.de/chile1973/chronik.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Chronik der Ereignisse von Matthias Mann&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.neuer-weg.com/politik/diverses/11.september1973.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Umfassende Linksammlung zu Interviews, Gesprächen und Dokumenten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://video.google.de/videoplay?docid=397228709346047907&amp;ei=kK7KSPbWBqf62wKj85C0Ag&amp;q=Patricio+Guzm%C3%A1n&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Google-Video: Die Schlacht um Chile, Teil 1 von Patricio Guzmán (span./96 Min.)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://video.google.de/videoplay?docid=397228709346047907&amp;ei=kK7KSPbWBqf62wKj85C0Ag&amp;q=Patricio+Guzm%C3%A1n&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Google-Video: Die Schlacht um Chile, Teil 2 von Patricio Guzmán (span./86 Min.)&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;Der Soundtrack zum Artikel; * &lt;a href=&quot;http://um3000.twoday.net/stories/5187354/#comments&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;(Tracklist in den Kommentaren)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;embed src=&quot;http://odeo.com/flash/audio_player_tiny_black.swf&quot; quality=&quot;high&quot; name=&quot;audio_player_tiny_black&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; wmode=&quot;transparent&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; flashvars=&quot;audio_id=3958823&amp;audio_duration=781&amp;valid_sample_rate=true&amp;external_url=http://www.um3000.org/trax/1970-1973-1983.mp3&quot; pluginspage=&quot;http://www.macromedia.com/go/getflashplayer&quot; align=&quot;middle&quot; height=&quot;25&quot; width=&quot;300&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1970 - 1973 - 1983&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.um3000.org/trax/1970-1973-1983.mp3&quot; title=&quot;Donwnload mp3-File&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Download mp3-File [13 Minuten; 30MB]&lt;/a&gt;&lt;/embed&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-11T16:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5155458/">
    <title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG. (IV)</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5155458/</link>
    <description>&lt;span style=&quot;font-size: 14px;&quot;&gt;&lt;b&gt;Die Worte des Oberbürgermeisters beherzigen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der nächsten drei Tage gilt es, die weisen Worte des ehrenwerten Oberbürgermeisters unserer Stadt - Peter Jung - zu beherzigen: &quot;(...) Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie sich nach Kräften an unserem Nordrhein-Westfalen-Tag beteiligen würden - wir brauchen Ihr Engegement für den Erfolg.&quot; (Peter Jung in seinem Grusswort in der Wuppertaler Rundschau vom 27.08.2008)</description>
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    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-28T23:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5146780/">
    <title>CELEBRATION-TIME. DER NRW-TAG (I)</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5146780/</link>
    <description>&lt;span style=&quot;font-size: 14px;&quot;&gt;&lt;b&gt;Journalistisches Totalversagen&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/no-nrw-tag.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;No NRW-Tag!&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: 11px;&quot;&gt;&quot;...sind illegale Sprayer zu dem Thema in der Stadt unterwegs:&quot; (WZ)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Nachdem die Wuppertaler Nachrichtenmonopolisten der WZ - die sich offenbar eher als Erfüllungsgehilfen der städtischen Marketing GmbH, denn als journalistisches Medium  begreifen - die geplanten Proteste und Aktionen zum NRW-Tag in Wuppertal am nächsten Wochenende wochenlang verschwiegen hatten, hat sich nun, am Dienstag letzter Woche, Andreas Lukesch in der Westdeutschen Zeitung dann doch mal &lt;a href=&quot;http://www.wz-wuppertal.de/?redid=288635&quot; title=&quot;Zum WZ-Artikel&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;dazu zu Wort gemeldet&lt;/a&gt;. Anhaltendes Schweigen wäre jedoch besser gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenkundig ohne jeden Versuch einer Recherche bei den Veranstaltern des geplanten &lt;a href=&quot;http://planbwuppertal.wordpress.com/2008/08/06/nrw-tag-in-wuppertal/&quot; title=&quot;Zum Aufruf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Tribunals gegen die NRW-Landespolitik&lt;/a&gt;, und ohne jede kritische Distanz zum Polizeieinsatz am 01.Mai - bei dem am Ostersbaum &lt;a href=&quot;http://um3000.twoday.net/stories/4943232/&quot; title=&quot;Zum UMLOG-Artikel dazu&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;199 Leute willkürlich festgenommen worden waren&lt;/a&gt; - schwankt Lukeschs Artikel zwischen Selbstgefälligkeit, kleinmütiger Sorge um das grosse Fest und kaum verhohlenen Drohungen gegen die autonome Szene, für die er &quot;einen Polizeisprecher&quot; zitiert, um ausgerechnet diesen Polizeiüberfall auf die diesjährige autonome 1.Mai-Demonstration als Muster für einen Umgang mit Störern des NRW-Tags zu empfehlen. Dass Lukesch dabei an vielen Stellen einen unfreiwillig komischen Artikel verfasst hat, dürfte bei diesem Eiertanz unvermeidlich gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war die versuchte Skandalisierung der Tatsache, dass der Aufruf des Wuppertaler AStA zum Tribunal gegen die NRW-Landespolitik über die Universitäts-Homepage verlinkt war - (wo denn sonst, fragt man sich) - selbst in den Augen des einzig dazu befragten Uni-Sprechers Michael Kroemer eigentlich nur dann ein Skandal, wenn man dem AStA das &quot;Recht auf freie Meinungsäusserung absprechen will&quot;. Gar nicht mehr komisch ist dann jedoch, dass genau das aber mittlerweile offenbar tatsächlich geschehen ist - die AStA-Seite des Demonstrationsaufrufs ist jedenfalls inzwischen anscheinend vom Netz genommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/screenshot.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Screenshot&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: 11px;&quot;&gt;Freie Meinungsäusserung? Google-Cache-Screenshot.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Noch lustiger wird es allerdings, wenn Lukesch im weiteren Verlauf die pauschale wie unpräzise Behauptung, die Stadthalle sei am nächsten Freitag ohnehin &quot;Sperrgebiet&quot; in den Raum stellt, offenkundig nur, um dem ganzjährig redaktionell satt beworbenen &quot;Wupper-Beach&quot; an der Stadthalle die Gelegenheit zu geben, darauf hinzuweisen, dass es dort am 29.08. keine Cocktails in die Hohlbirnen zu schütten gibt. Alle also, die darauf hofften, dort an der Cocktailbar zwischen den, in der WZ so gern abgedruckten, im Feinsand liegenden, Bikinimäusen ihren Molotow-Cocktail erstehen zu können, gucken demnach in die Röhre... Demzufolge erwartet Lukesch neben vielen &quot;fröhlichen NRW-Tag-Besuchern&quot; durchaus auch &quot;mürrische Protestler&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lukeschs Artikel kann in der Summe nur als halb-offizieller Versuch gewertet werden, die einen mittels zu erwartender Aussichtslosigkeit vom Protestieren abzuhalten und die anderen von Vornherein einzuschüchtern. Er stellt schlicht einen neuerlichen Tiefpunkt journalistischen Versagens bei Wuppertals einziger Tageszeitung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür, dass der Plan, Proteste am Wochenende im Keim zu ersticken, nicht aufgeht, können jedoch möglichst viele Leute sorgen, die sich am Freitag-Nachmittag zur NRW-Kabinettssitzung am Johannisberg einfinden, um der Landesregierung, aber auch der Stadtspitze zu zeigen, was sie von der beabsichtigten Selbstbeweihräucherung der Landes- und Lokalpolitiker halten. Lasst euch dort sehen und hören, und bringt jeweils noch eine oder einen mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns einfach aus dem ganzen NRW-Tag-Wochenende ein Happening machen, dass überregional Beachtung findet, sodass man es bei der Berichterstattung darüber dann vielleicht auch mal mit einigen richtigen Journalisten zu tun bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Infos: &lt;a href=&quot;http://nrwtagversenken.blogsport.de/&quot; title=&quot;Die Seite zum Fest&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Alles zum NRW-Tag - die Seite zum Fest&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-25T15:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/5102098/">
    <title>DAS ENDE IST NAH. GANZ NAH.</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/5102098/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/thehole.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Loch&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ein schwarzes Loch hat keine Haare&quot;. (&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/John_Archibald_Wheeler&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu John Archibald Wheeler&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wheeler&lt;/a&gt;) &quot;Mi, Mi, Mi (Beaker).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Rauchverbot? EU-Vertrag? Menschenrechte in China oder den U.S.A.? Obama oder McCain? Alles vollkommen egal! Denn noch in diesem Monat nimmt in der Schweiz das &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/CERN&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zum CERN&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CERN&lt;/a&gt; den Betrieb seines neuen Teilchenbeschleunigers LHC, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/LHC&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zum LHC&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;(Large Hardron Collider)&lt;/a&gt;, auf. Dort werden moderne &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Muppet_Show#Prof._Dr._Honigtau_Bunsenbrenner_und_Assistent_Beaker&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Dr. Bunsen Honeydew&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dr. Bunsen Honeydews&lt;/a&gt; seltsame und undurchschaubare Experimente veranstalten und uns alle möglicherweise zu hilflosen Beakers machen, denen dann nichts anderes mehr einfallen wird als ein letztes verweifeltes &quot;Mi, Mi, Mi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das behaupten zumindest - von der Öffentlichkeit fast unbemerkt und belächelt von den meisten Angehörigen jener seltsamen Spezies aus dem Reich der Physik, die in Deutschland bereits seit einiger Zeit in Person einer &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel&quot; title=&quot;zum WIKIPEDIA-Eintrag&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;unscheinbaren Frau&lt;/a&gt; die Macht übernommen haben - einzelne dissidente Wissenschaftler. Sie warnen vor einem unumkehrbaren Startschuss zum Weltuntergang, der vom CERN-Gelände bei Genf ausgehen könnte, das bemerkenswerterweise von der UNESCO als &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2008/08-01/017.php&quot; title=&quot;Artikel der jungen Welt zum Thema&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;exterritorial ausgewiesen&lt;/a&gt; worden ist. Nationales Recht hat somit keinerlei Geltung in diesem Mega-Physikbaukasten der Hornbrillen und weissen Kittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da jedoch ein internationales Gremium, das die Versuche des CERN zur Beantwortung letzter Fragen angesichts der geäusserten apokalyptischen Warnungen stoppen oder wenigstens verzögern könnte, niemals geschaffen wurde, ist das einzige Organ, das zu einer solchen Entscheigung befugt wäre, der Wissenschaftsrat des CERN selbst. Natürlich besetzt mit lauter Bunsen Honeydews. Wenn man weiss, wie wenig Rücksicht in dessen Labor jemals auf Beakers durchaus berechtigte Zweifel genommen wurden, muss daher davon ausgegangen werden, dass die drei Milliarden Euro teuren Trial and Error-Experimente unwiderruflich noch im August beginnen. Und dass somit mit hoher Wahrscheinlichkeit künstliche schwarze Löcher am Ufer des Genfer See generiert werden - was mittlerweile auch vom CERN selber nicht mehr bestritten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den Physikern am CERN, die gemäss &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Mini-Loch&quot; title=&quot;zum WIKIPEDIA-Eintrag&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lehrmeinung&lt;/a&gt; meistens davon ausgehen, dass diese schwarzen Löcher dank der sogenannten &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hawking-Strahlung&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zur Hawking-Strahlung&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hawking-Strahlung&lt;/a&gt; innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde zerstrahlen, glaubt jedoch z.B. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_E._R%C3%B6ssler&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Otto E. Rössler&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Otto E. Rössler&lt;/a&gt;, Professor für physikalische Chemie in Tübingen, ganz etwas Anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der habilitierte Chaosforscher ist, unter anderem, Entdecker des &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6ssler-Attraktor&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zum Rössler-Attraktor&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rössler-Attraktors&lt;/a&gt; sowie Begründer der theoretischen Schule der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Endophysik&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zur Endophysik&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Endophysik&lt;/a&gt;, mit denen natürliche Phänomene, die rational nur schwer fassbar sind, als Verschwörung innerhalb der physikalischen Welt thematisiert werden. Er gilt durch seine Arbeit als Aufklärer der Naturwissenschaft und der Kunst. Rössler bezweifelt die Existenz der Hawking-Strahlung. Der unterhaltsam fomulierende Biochemiker behauptet sogar, &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Stephen Hawking&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stephen Hawking&lt;/a&gt; in diesem Punkt &lt;a href=&quot;http://www.golem.de/0802/57477-3.html&quot; title=&quot;Interview mit Prof. Rössler bei golem.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;widerlegen zu können&lt;/a&gt;. Gäbe es die Hawking-Strahlung aber gar nicht, bedeutete dies, verkürzt gesagt, dass die Mini-Löcher gar nicht zerstrahlen können, sondern mit der Zeit immer weiter wachsen würden. Laut Prof. Rössler ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Schwarzes Loch auf der Erde bleiben wird und nicht &quot;davonfliegt&quot;, zwar nur ein Millionstel pro Ereignis - gemeint ist die Simulation eines Urknalls, bei dem schwarze Löcher und auch sogenannte &lt;a href=&quot;http://www.golem.de/0802/57477-3.html&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Seltsamer Materie&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;seltsame Materie&lt;/a&gt; wahrscheinlich entstehen. Da diese Ereignisse im LHC aber in jeder Sekunde einmal passieren könnten, wäre bereits zehn Tage nach Beginn der Experimente statistisch gesehen eben mindestens eines von ihnen dageblieben, würde in der Folge zwangsläufig exponentiell anwachsen - und sich aufgrund seines stetig steigenden Gewichtes in den Erdmantel und vielleicht gar bis in den Erdkern durchfräsen, wobei es immer weiter Materie aufnähme. Nach Rössler solange, bis sein komprimiertes Gewicht ausreichte, die gesamte Erde zu absorbieren, wodurch deren Masse auf eine Kugel mit einem Zentimeter Durchmesser schrumpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wie müssen wir uns den Weltuntergang Ihrer Meinung nach vorstellen, wenn der LHC tatsächlich in Betrieb geht?&quot; Rössler: &quot;Zunächst passiert gar nichts. Die schwarzen Löcher bleiben auch für die Wissenschaftler des CERN erst mal unentdeckt, weil das im Rauschen der Datenflut untergehen wird. Wahrscheinlich wird irgendein Satellit einen Lichtstrahl, mit grösster Wahrscheinlichkeit aus dem Stillen Ozean - der grössten Wasseroberfläche der Erde - erkennen. Die Strahlung wird zunehmen, Erdbeben sind die nächste Folge. Dann geht alles sehr schnell.&quot; &quot;Schnell heisst?&quot; Rössler: &quot;Das ist schwer vorherzusagen, ich gehe von einem Zeitraum von vier bis 50 Jahren aus.&quot; (Aus einem Interview der &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de&quot; title=&quot;zur Tageszeitung junge Welt&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;jungen Welt&lt;/a&gt; mit Prof. Rössler, das leider nur in der Printausgabe, bzw. den Online-Abonnenten zur Verfügung steht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Worst-Case-Szenarien des CERN hingegen prognostizieren eine Spanne von bis zu fünfzig Millionen Jahren, die es dauerte, bis ein solches, auf der Erde gefangenes, schwarzes Loch ein läppisches Kilogramm wiegen würde. Beide Seiten legen ihren Berechnungen dabei Annahmen und Theoreme der Vergangenheit zugrunde. Nichts genaues weiss man also nicht. Doch Rössler behauptet auch gar nicht, nicht widerlegt werden zu können - er würde seine Fragen nur gerne beantwortet bekommen, bevor das LHC seinen Betrieb aufnimmt. Klingt eigentlich ja ganz vernünftig - und bleibt doch trotzdem Illusion. Das LHC wird in Betrieb gehen. Rössler und wir anderen werden also abwarten und mitspielen. Wie Beaker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn&apos;s schiefgeht, bleibt jedoch als Trost, dass das CERN dann wirklich zwei der &quot;letzten Fragen&quot; beantwortet haben dürfte, nämlich: &quot;Wie zum Teufel, sind eigentlich die ganzen schwarzen Löcher im All entstanden?&quot; und zweitens, &quot;Gab es da draussen jemals andere Zivilisationen als die Menschheit - und wenn ja - was ist bloss mit ihnen passiert, wo sind sie hin?&quot;</description>
    <dc:creator>um3000</dc:creator>
    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 um3000</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-02T21:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/4991362/">
    <title>DIE IREN SIND EUROPAMEISTER!</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/4991362/</link>
    <description>&lt;i&gt;Aufgrund der anhaltenden Fröhlichkeitsinszenierung rund um die EM in Österreich und der Schweiz beinahe unbemerkt, ist gestern eine für Europa wesentlich entscheidendere Frage beantwortet worden, als die, wer dieses Jahr Europameister wird. Und zwar von einem Volk, dessen Team in den Alpen gar nicht erst dabei ist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/guinessman.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Guiness-Werbefigur&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Die Iren &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/ausland/irland34.html&quot; title=&quot;Zur Tagesschau-Meldung&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;stoppen vorerst mit einem klaren &quot;NO&quot;&lt;/a&gt; bei der Volksbefragung den neoliberalen und militaristischen EU-Vertrag, den sich die Herrschenden ausgedacht hatten, um die u.a. durchs französische Volk abgelehnte EU-Verfassung doch noch durchzudrücken, schlieslich haben sie sich noch nie um Demokratie geschert, wenn ihnen die Ergebnisse nicht passten. Begleitet von einer beispiellosen Desinfomationskampagne - im wahrsten Sinne des Wortes wurde einfach nicht informiert - hatten sie dafür gesorgt, dass ihre Büttel in den Parlamenten der Bevölkerung ohne weitere lästige Befragungen die Manifestation eines Europas der Konzerne und eines imperialen Anspruchs überstülpen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall- nur nicht in Irland. Und die Iren haben gestern die einzige Chance auf eine Mitwirkung der Menschen an Weichenstellungen, die sämtliche Aspekte des Lebens betreffen, für uns alle genutzt. Oder, um es in den aktuell gültigen Termini zu sagen: Mit dem Rücken an der Wand stehend, wurde der einzige Konter in der Nachspielzeit genutzt, um mit einem entschlossenen Angriff der neoliberalen Maschinerie einen empfindlichen Schlag zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt - es ist früher Nachmittag - heulen die Mächtigen, bzw. ihre medialen Interessenvertreter in den Redaktionen bei Phönix, bei n-tv und N24, wieder rum. Ihre offenbar vorproduzierten Kommentare zur &quot;Undankbarkeit&quot; der von &quot;unseren Geldern&quot; gepeppelten Iren, zu einer vorgeblichen unüberwindlichen &quot;instutionalisierten Krise&quot; der EU als menschenfreundlichstes imperiales Systems ever, und zu den üblen demokratischen Problemen, eine Einheitsmeinung herzustellen, werden sich bis zum Abend mit Sicherheit noch steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Plapperaffen der öffentlich-rechtlichen Regierungsvertretungen in den Sendeanstalten, werden die Zeit nutzen, ihre Kommentare und Berichte zu verfertigen, um, wie unlängst schon nach der durch die Linkspartei verursachten Stimmenthaltung Berlins bei der Bundesratsentscheidung über den EU-Vertrag, den nahenden Untergang des christlichen Abendlandes heraufzubeschwören und um die Bevölkerung auf das zu erwartende Ignorieren der irischen Entscheidung vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich jedoch werde einstweilen genüsslich ein Guiness trinken. Cheers!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: 11px;&quot;&gt;Credits: Das verwendete Foto stammt von &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/vandys/&quot; title=&quot;Zur FLICKR-Seite von vandys&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;vandys&lt;/a&gt;, und steht unter einer &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/&quot; title=&quot;Zu den Lizenzbedingungen des Fotos&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;creative commons&lt;/a&gt;-Lizenz.&lt;/span&gt;</description>
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    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
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    <dc:date>2008-06-13T14:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/4983569/">
    <title>HEH, IHR FUSSBALLEXPERTEN!</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/4983569/</link>
    <description>&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.um3000.org/images/experten.jpg&quot; width=&quot;490&quot; alt=&quot;Fussball-Experten&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;

Eigentlich sollte die laufende EM am UMLOG spurlos vorbeigehen. Das alles ist zuviel, zuoft, zu lästig. Aber jetzt habt ihr euch, Teilzeit-Fussballexperten und -expertinnen, Lifestyle-Deppen und Fähnchenträger, gestern Abend eine ernste Ermahnung verdient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also - bevor ihr euch das nächste Mal den Feinsand im sogenannten Wupperbeach an der Stadthalle ins Hirn stopft und öffentliches, gemeinsames Fernsehgucken zelebriert, tut mir einen Gefallen. Lasst euch, solange euer Restverstand noch nicht von den ganzen tollen Cocktails und den superschicken Alkoholmixgetränken dahingerafft ist, von einem Fachmann mal Folgendes erklären: Es hat Fussball schon vor 2006 gegeben! Echt! Irgendein Onkel in eurer Verwandtschaft wird schon Bescheid wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es solche Geschichten und solche. Es gibt Sachen, die gehen, und Sachen die gehen nicht. Laut für holländische Tore jubeln, geht zum Beispiel gar nicht. Auch nicht, wenn sie gegen Italien fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiss... Die doofen, doofen Italiener haben euch vor zwei Jahren euer schönes Sommermärchen kaputtgemacht. Ich weiss, orange steht euch ziemlich gut. Vor allem im Sommer. Trotzdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach ja, und wo wir schonmal dabei sind: Ab der 83. Spielminute eines ersten Turnierspieles hupend durch die Stadt zu fahren, wie es am Tag davor beim Spiel gegen Polen geschehen ist, nur um irgendwie auch mal Erster zu sein, ist wirklich ganz blöd. Fragt mal den Fachmann, der euch erklären soll, wie lange es eigentlich schon Fussballspiele gibt. Der kann euch auch erklären, wielange sie so normalerweise dauern. Neunzig Minuten nämlich. Mindestens. Und das nächste ist immer das schwerste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beste wäre aber, ab morgen gäb&apos;s durchgängig Fritz-Walter-Wetter. Wenn ihr jetzt nicht wisst, was das wieder ist - macht nix, merkt ihr schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: 11px;&quot;&gt;Credits: Das verwendete Foto stammt aus einer Fotoserie zur WM 2006 von &lt;a href=&quot;http://flickr.com/photos/lordkhan/&quot; title=&quot;Zur FLICKR-Seite von lordkhan&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;lordkhan&lt;/a&gt;, und steht unter einer &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/&quot; title=&quot;Zu den Lizenzbedingungen des Fotos&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;creative commons&lt;/a&gt;-Lizenz.&lt;/span&gt;</description>
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    <dc:subject>03 - LÜGEN &amp; WAHN</dc:subject>
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    <dc:date>2008-06-10T10:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/4955742/">
    <title>SO SIEHT&apos;S AUS...</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/4955742/</link>
    <description>200 Verhaftete in Wuppertal (siehe unten), &lt;a href=&quot;http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/5538450.html&quot; title=&quot;ITagesschau-Meldung&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Freisprüche&lt;/a&gt; in Halberstadt. So sieht&apos;s aus.</description>
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    <dc:date>2008-05-28T18:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://um3000.twoday.net/stories/4581413/">
    <title>NEUES JAHR. DIE ERSTEN TAGE.</title>
    <link>http://um3000.twoday.net/stories/4581413/</link>
    <description>&lt;b&gt;Tag 1: Noch zwanzig Jahre schlafen lassen. Bitte.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Traditionen. Televisions-Timer zum späten Erwachen am Neujahrstag. Vor dem Einschlaf noch Programmwahl. Wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht den Papst erwischen. Falls der spricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher? Immer Neujahrsspringen. Kontemplation in S/W. Und Schneegestöber. Ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Steiner&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Walter Steiner&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Walter Steiner&lt;/a&gt;. Vogelmensch. Im Halbschlaf noch die nächsten zehn Springer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gib&apos; mir noch zehn Springer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute? Zwischen Milka-Hansels und Massen-Humpta? Wie soll einer dabei dösen? &lt;a href=&quot;http://german.imdb.com/title/tt0070136/&quot; title=&quot;IMDB zum Film&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die neue Ekstase einer neuen Wahrheit&lt;/a&gt;? Das als erster Eindruck eines neuen Jahrs?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber doch lieber wieder &lt;a href=&quot;http://phoenix.de/startseite/1.1.htm&quot; title=&quot;PHOENIX-Homepage&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;PHOENIX&lt;/a&gt;. Da wo sie alle noch im Bett liegen. An solchen Tagen. Und nur der Praktikant ranmuss. Um die ganz, ganz lange MAZ reinzuschieben. Jedes Jahr. Das ganze alte Jahrhundert in 15 oder so Stunden. Neue Zeiteinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz wachwerden, reinhören, und zwanzig Jahre weiterschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demoralisierend nur: Meistens wird man neujahrs im Faschismus wach. Oder im totalen Krieg. Das muss an &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Knopp&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Guido Knopp&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Guido Knopp&lt;/a&gt; liegen. Diesmal jedoch &quot;die Zwanziger&quot; erwischt. Glück gehabt. So kann das Jahr weitergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
Tag 2: Ein kleines Stück Scheisse zum Mittag.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Tag. Ein kleines schmieriges Stück Scheisse rutscht aus der TV-Apparatur mitten in mein Tagesbegutachtungsritual. Da liegt es vor mir und stinkt. Und spricht. Lässt den Tag von vornherein eine hässliche Fratze tragen. Brechreiz nimmt den kleinen starken Kaffee zu Hilfe auszufluten. Ekel. Nicht mal Zorn. Keine Wut. Nur Würgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Roland Koch&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Roland Koch&lt;/a&gt; begründet. Seine Wahlkampfthematik. Roland Koch empört sich. Roland Koch erzählt irgendwas vom &quot;brutalen Überfall&quot; auf den Rentner im hessischen München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öh? Ach ja. Weiss man ja. Diese laxen Bayern! Richtig. Genau. Jawohl. Etwas muss jetzt mal gemacht werden. Schweigende Mehrheiten müssen sprechen. Boot-Camps! Wir brauchen mehr Lager! Damit wir uns wieder konzentrieren können. Konzentrationslager für die Hyperaktiven. Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Passend haben sie da ganz frisch &apos;ne Reportage drin. Mit echten Schlägern. Und Drill. Und Einsicht. In ihre Abschiebungsakten. Koch dünstet aus dem Fernseher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trost. Jedes schmierige, kleine Stück Scheisse verschwindet mit der Zeit. &lt;a href=&quot;http://um3000.twoday.net/stories/4578190/&quot; title=&quot;Zum angesprochenen UMLOG-Artikel&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Heute ist schon beinah&apos; morgen.&lt;/a&gt; Irgendjemand wird es einfach wegmachen. Doch noch ein Kaffee? Die Sonne blitzt keck durchs Zimmer als wenn nichts wäre. Fenster auf. Frischluft rein. Gegen den Dunst. Auch nicht ideal - der heimtückische Infekt ist zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er legt ein bemerkenswertes Comeback hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss schon sagen: Die erste Runde des Jahres geht eindeutig an die Viren. Und an ein kleines Stück Scheisse. Tag deshalb abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tag 3: Spam 2.0 und Schweinestaat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dritter Tag. Im Tiefschlaf aufbewahrter Test-&lt;a href=&quot;http://mycybertwin.com/&quot; title=&quot;Zur Cyber-Twin Homepage&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Cyber-Twin&lt;/a&gt; meldet Konversation. Dabei hatte ich ihn nie freigelassen. Wie wurde der denn angelabert? Raportiert ausführliches einseitiges Gespräch mit ghanaischem Bankdirektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im neuen Jahr verkaufen imaginäre Bankdirektoren ebenso imaginären Cyber-Twins nicht existierende Erbschaften als grosse Okkasion. Spam 2.0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schweinestaat bringt sich ebenfalls früh im Jahr in Erinnerung. Da arbeiten Gerichte sogar über die Brückentage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beugehaft trifft es als Wort diesmal ziemlich. Da sollen welche gebogen werden. Solange bis sie in die geklitterte Geschichte passen. Und keine Widerworte mehr geben. Gut, sie haben Jahrzehnte im Spätzle-Guantanamo und anderswo gesessen. Aber sie mussten wenigstens keine orangen Overalls tragen. Da können sie schon noch was draufpacken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-J%C3%BCrgen_Boock&quot; title=&quot;Wer?&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Labersack&lt;/a&gt;, der seinerzeit für eigene Bedürfnisse aus der RAF fast einen Trupp Beschaffungskrimineller gemacht hätte und heute mit seinem Denunziantenmaul anschaffen geht, hat erzählt, was gebraucht wurde. Jetzt wird final gebeugt. Eigene VS-Akten dabei immer unter Verschluss. Wahrscheinlich sitzt der Rollstuhlfahrer drauf. Remember &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Schm%C3%BCcker&quot; title=&quot;WIKIPEDIA-Eintrag zu Ulrich Schmücker + -Verfahren&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ulrich Schmücker&lt;/a&gt;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schweinestaat, du hast dich nicht geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
Auf ein frohes 2008... no pasáran&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;span style=&quot;font-size: 11px;&quot;&gt;tags: Silvester, Neujahr, Walter Steiner, Guido Knopp, Roland Koch, Spam, RAF, Schweinestaat&lt;/span&gt;</description>
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